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Köllertal-Wetter
Ein mildes Endefür den Januar

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Wo ist nur der Winter geblieben? Statt eisiger Kälte und Schnee gibt’s sehr milde Atlantikluft mitten im Hochwinter und grüne Wiesen im Köllertal, sogar die ersten Krokusse sprießen viel zu früh. Aktuell liegt der Januar-Temperatur-Durchschnitt bei 5 Grad (nur 0,1 Grad unter dem Rekord). Zur Wochenmitte lagen wir zwischen Tief Helene bei Schottland und Zwischenhoch Christian über dem Balkan in einer Südwestströmung, mit der subtropische Luft die Temperaturen auf bis zu 10 Grad steigen ließ. Von Jörg Hoffmann

Gestern sorgte die sehr langsame Verlagerung der Kaltfront des Tiefs für ergiebigen Dauerregen. Nach Abzug der Front kommt es am Wochenende unter Zwischenhocheinfluss zu Wetterberuhigung, ehe zum Ausklang des Monats mit der Westströmung weitere Tiefausläufer übergreifen. Zum Monatswechsel wird es dann spannend, die Wettermodelle deuten eine markante Änderung der Großwetterlage Richtung Winter an.



Die gestern noch nahezu ortsfeste Kaltfront, die diagonal über Deutschland lag, wandert heute nach Südosten. Dabei ist es bedeckt und regnet noch zeitweise, gegen Nachmittag lässt der Regen nach (Höchstwerte um 7 Grad). Morgen dehnt sich der nachfolgende Hochkeil aus Westeuropa zu uns aus und bildet das Zwischenhoch Dino. Die Bewölkung lockert zunehmend auf, bei Aufheiterungen zeigt sich endlich wieder die Sonne, es ist mild bei 6 bis 8 Grad. Am Sonntag wird es wieder stärker bewölkt, bleibt aber bis auf wenige Tropfen trocken. Zu Wochenbeginn liegen wir zwischen einer Hochdruckzone über Südeuropa und Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik bis zur Nordsee in einer milden Westströmung. Es ist meist dicht bewölkt, und Tiefausläufer streifen uns mit leichtem Regen bei 7 bis 10 Grad. Zum Februar-Start könnte der Winter doch noch eine Chance bekommen. Über dem Atlantik soll sich hoher Luftdruck nach Norden aufwölben und in Verbindung mit tiefem Druck von Skandinavien bis Osteuropa kann sich eine Nordwest- bis Nordlage einstellen, mit der feuchte Polarluft nach Mitteleuropa vorstoßen soll. Dabei ist es unbeständig und zunächst nass-kalt bei leichten Plusgraden, im weiteren Verlauf könnte es nachhaltig winterlicher werden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schnee bis ins Flachland.