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Ehrenamtliche sind wichtig fürs Leben im Regionalverband Saarbrücken.

Engagierte Senioren : Entpörung statt Dauer-Empörung

Diese Woche bin ich über ein Wort gestolpert: Entpörung. Der Kollege Wolf Lotter hat es in einem Essay für die Wiener Tageszeitung „Der Standard“ verwendet. „Empörung ist keine Lösung: Entpört euch!

“ hat er über seine Gedanken zu „Polarisierung und Dauererregung“ geschrieben. Zusammengefasst, bringt Wolf Lotter in dem Text seine Sorge zum Ausdruck, dass Demokratie von vielen Menschen offenbar immer mehr als Kampf zwischen Gut und Böse missverstanden wird. „Demokratie ist ein Modell zur Organisation von Vielfalt und Unterschieden“, sagt Wolf Lotter.

In einer Zeit, in der „das Geraune und Empören der Wohlmeinenden, der besorgten Bürger, der Vaterlands- und Weltuntergangsbeschwörer“ allgegenwärtig sei, erfeut sich Lotter an Leuten, die nicht Probleme und Problemchen beklagen, sondern sie lösen.

Wir haben von diesen Menschen einige im Regionalverband. Menschen, die anpacken und die Leute zusammenbringen, wenn sie eine Sache alleine nicht klären können. Menschen, die einen Teil ihrer Zeit ehrenamtlich in die Arbeit für die Gemeinschaft investieren - in Vereinen oder in Parteien. Manchmal machen diese Menschen dabei auch Fehler. Aber selten sind die, die sich darüber empören, bereit, sich selbst zu engagieren.

Einer von denen, die sich engagieren, ist diese Woche 75 Jahre alt geworden: Lothar Arnold. Er hat lange für die CDU Kommunalpolitik gemacht, sich in St. Arnual für die Stadtteilentwicklung ins Zeug gelegt. Er war zwei Jahrzehnte lang Vorsitzender der gemeinnützig aktiven Saarbrücker Casino-Gesellschaft und engagiert sich nun schon seit zehn Jahren als Vorsitzender des städtischen Seniorenbeirats für die Interessen älterer Menschen. Und vor einigen Wochen hat er dann auch noch den Vorsitz des Landes-Seniorenbeirats übernommen.

Lothar Arnold und allen anderen Entpörten: Dankeschön!