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Möpse
Die Stadt der Möpse

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Ein Spaziergang genügt und man wird umringt von platten Fellnasen. Von Jörg Wingertszahn

Von Loriot ist der wunderbare Satz überliefert „In Saarbrücken Hauptbahnhof kann mit Anschluss nicht gerechnet werden.“ Wie recht er doch hatte. Von ihm stammt auch: „Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos.“ Insofern hätte Saarbrücken Loriot bestimmt gefallen, denn die Landeshauptstadt ist ziemlich mopsig. Kaum geht man aus der Haustür, steht schon der erste Mops röchelnd vor oder hinter einem. Bei einem kurzen Spaziergang durch die Innenstadt wiederholt sich das so alle zehn Minuten. Man findet sie in allen Farben: beige, grau oder schwarz. Belastbare Statistiken zur Anzahl der Möpse in Saarbrücken gibt es nicht, aber man darf getrost von einer sehr hohen Mopsdichte ausgehen. St. Wendel (eine Stadt, die ich auch sehr gut kenne), ist dagegen eher dackelig, um nicht zu sagen pudelig. Möpse trifft man dort selten an. Dafür Dackel und Pudel. Aber die haben wenigstens Nasen, unter denen man sie kraulen kann. Und das ist gut so.