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Die Ostereier-Suche wird nass und ungemütlich

Wetter-Kapriolen. Jörg Hoffmann

Nach dreiwöchiger Trockenheit mit einer ruhigen Hochdrucklage übernehmen atlantische Tiefausläufer zum März-Ausklang wieder die Regie beim Wetter und sorgen für eine unbeständige, regenreiche und windige Karwoche. Neue Kaltluftausbrüche zwischen Kanada und Grönland in Richtung Nordatlantik entfachen aufs Neue eine massive Tiefdrucktätigkeit und damit den atlantischen Wetter-Motor. Dadurch gelingt es der atlantischen Frontalzone, die blockierende Wirkung der bisher wetterbestimmenden Hochdruckzone über Europa zu brechen und eine aktive Westwindwetterlage einzuleiten. Der Frühling macht sich jedenfalls bis auf weiteres einen faulen Lenz, wahrscheinlich auch über die Ostertage. Nachdem zu Wochenanfang noch Hoch Natascha mildes Wetter beschert hatte, leitete am Mittwoch mit Tief Jörg über Deutschland mein Namensvetter die Umstellung der Wetterlage ein, trotz einer dichten Wolkendecke blieb es aber trocken. Rückseitig des nächsten Tiefs ist heute ein Zwischenhochkeil wirksam, es ist teils bewölkt, teils aufgelockert und trocken bei Temperaturen um 10 Grad. Das Wochenende zeigt sich sehr ungemütlich, nach trockenem Beginn setzt morgen Regen ein, der Wind frischt auf.

Auch der Sonntag verläuft wolkenreich, es regnet zeitweise kräftig bei einem starken Südwestwind. Die Temperaturen liegen am Samstag und Sonntag zwischen 8 und 11 Grad. Am Montag und Dienstag ziehen weitere Tiefausläufer herein, wir müssen mit schauerartigen Regenfällen rechnen, und es ist sehr windig bis stürmisch. Vorübergehend strömt milde Luft ein (Höchstwerte: 12-14 Grad).

Zum Einstand in den April verlagert sich der tiefe Druck nach Skandinavien, vom Nordmeer formiert sich ein Kaltluftvorstoß nach Süden. Die Strömung dreht auf Nordwest bis Nord, ab Donnerstag breitet sich Polarluft zu uns aus. Es bleibt wechselhaft mit Schauern und Aufheiterungen bei Höchstwerten zwischen 5 und 8 Grad.