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Kommentar
Nebelkerzen und Täuschungsmanöver

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die politische Führung des Regionalverbands versucht, uns einen Knopf an die Backe zu nähen. Anders formuliert: Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) will eine Parteifreundin mit einem lukrativen Posten versorgen und uns das als „Effizienzgewinn“ verkaufen. Von Martin Rolshausen

Dann wirft er noch eine Nebelkerze: Man habe die „für den Steuerzahler günstigste Lösung“ gefunden: Die neue Dezernentin steigt in der Verwaltung eine Stufe nach oben, man muss also auf ihr bisheriges Gehalt „nur“ die Zulage von 13 000 Euro pro Jahr drauflegen. Das einzige, was sich Gillo dadurch erspart hat, ist die öffentliche Ausschreibung der Stelle und die damit verbundene politische Debatte, an deren Ende wohl die Erkenntnis gestanden hätte: Die für den Steuerzahler günstigste Lösung wäre es, die Chefetage im Schloss nicht weiter aufzublähen.


Vor wenigen Wochen hieß es von dort auf eine SZ-Anfrage, ob denn eine neue Führungs- oder sogar Dezernentenstelle geplant sei: Es gebe allenfalls allgemeine, aber keine konkreten Überlegungen. Nun soll die Neue plötzlich schon im Februar im Amt sein. Deren Name und neue Funktion hat ein Informant der SZ bereits zum Zeitpunkt der Anfrage genannt, als es im Schloss angeblich noch nichts Konkretes gab. Die Chefetage im Schloss täuscht in diesem Fall also ganz bewusst.