Der Osterhase kriegt kalte Pfoten

Der Osterhase kriegt kalte Pfoten

Die atlantische Tiefdruck-Rennbahn hat uns eine äußerst turbulente Karwoche beschert. Den stürmischen Anfang machte am Sonntag das Tief Mike. Höhepunkt der Tiefentwicklung war Orkantief Niklas am Dienstag, das zum März-Abschied mit Regen, Sturmböen, Graupel- und Hagelschauern mit Gewitter alle Register zog.

In der kräftigen Westströmung verstärkte sich das von Schottland zum Baltikum ziehende Tief Niklas über der Nordsee rasch zu einem Orkantief. Durch ein großes Luftdruckgefälle zum Azorenhoch bildete sich ein ausgeprägtes Sturmfeld über ganz Deutschland. Niklas zählt zu den stärksten Sturmtiefs der letzten Jahre. Das Saarland kam im Vergleich zu anderen Bundesländern dabei noch relativ glimpflich davon, obwohl auch hier Windstärke 10 bis 11 Beaufort erreicht wurde (Saarbrücken-Ensheim 93 km/h, Tholey 104 km/h). Auf der Rückseite der Tiefs rauscht am Wochenende Polarluft heran, so dass der Osterhase kalte Pfoten bekommt, es drohen Nachtfröste. Nach den regnerischen Tagen bis Karsamstag sorgt ab Ostersonntag ein Hoch bei den Britischen Inseln für Wetterberuhigung und freundliche Phasen.

Heute greift das Regengebiet des nächsten Tiefs Oskar über, nachmittags erfolgt der Übergang zu Aprilwetter mit Schauern und Auflockerungen. Es bleibt windig bei Temperaturen um 7 Grad. Der Karfreitag ist anfangs trocken, im Tagesverlauf setzen erneut Regenfälle ein bei nass-kalten 5 bis 7 Grad. Eine Kaltfront verlagert sich an Karsamstag nach Süden, es ist regnerisch bei Temperaturen um 5 Grad. In der Osternacht strömt hinter der Front arktische Kaltluft ein, das Thermometer sinkt unter den Gefrierpunkt. An der Ostflanke des sich bei den Britischen Inseln aufbauenden Hochs Ostra dreht die Strömung am Ostersonntag auf Nord, und es kommt zu allmählicher Wetterbesserung mit Aufheiterungen. Es ist trocken bei kühlen Werten um 8 Grad. An Ostermontag wechseln sich sonnige und wolkige Abschnitte ab, die Temperaturen sind mit 8 bis 10 Grad für die Jahreszeit recht kühl. Nachts müssen wir bei Aufklaren mit Frost bis minus drei Grad rechnen. In der Folge soll sich der Hochdruckeinfluss Richtung Nordsee und Mitteleuropa verlagern, es bleibt trocken und meist freundlich bei allerdings nur zögernder Milderung auf 11 bis 13 Grad.

Der Regen der vergangenen Tage konnte das große Defizit im März nicht mehr viel abbauen, denn mit einer Regensumme von 39 Litern auf den Quadratmeter erreichte der März nur 55 Prozent seines Solls und war damit genauso trocken wie schon der Februar.