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Der Champagner mundet, wer immer ihn auch hat spendiert hat

Prickelnde Suche nach edlem Spender in Saarbrücken : Flaschen-Post gibt Rätsel auf

Wenn der Postmann klingelt, muss das nichts Böses bedeuten. Er bringt ja nicht immer Rechnungen, Bußgeldbescheide oder andere Dinge, die man nun wirklich nicht gebrauchen kann.

Neulich hat’s bei uns an der Haustür geläutet. Und wir waren angenehm überrascht. Die Maße des Päckchens deuteten darauf hin, dass wir als Inhalt eine Flasche erwarten durften. Und siehe da: Beim Auspacken kam eine Pulle Champagner zum Vorschein, von einem namhaften Hersteller. Problem: Der Absender des edlen Getränks gab sich nicht zu erkennen. Wir rätselten fortan, wer denn der großzügige Spender sein könnte.

Nach langem Nachdenken hatten wir eine Idee. Bloß: Sollten wir Herrn XY jetzt fragen, ob er es war, der uns netterweise eine Flasche Schampus geschickt hat? Nein, das erschien uns zu plump. Wir würden besser subtil eine Andeutung fallen lassen, das würde den Mann der guten Tat schon aus der Reserve locken. Also starteten wir ganz elegant einen Versuchsballon, doch der zerplatzte ohne Erkenntnisgewinn für uns.

Wir haben dann beschlossen, die Nachforschungen unverzüglich einzustellen und auf den anonymen Spender anzustoßen.  Und der Champagner mundete wirklich vorzüglich.