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Sternbilder
Dem Marder sei Dank

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Am Nachthimmel kann man gar wunderliche Dinge sehen, Luftpumpen zum Beispiel. Den Dudweilern erschien nun ein neues Sternbild. Von Jörg Wingertszahn

Mein Lieblingssternbild ist die Luftpumpe. Gibt’s wirklich. Gut finde ich auch das Chamäleon und das Achterdeck des Schiffs (gibt’s auch). Nicht zu vergessen das Einhorn, die Eidechse und die kleine Wasserschlange. Das sind nur einige der insgesamt 88 Sternbilder, die die Internationale Astronomische Union festgelegt hat. Die Liste ist aber nicht in Stein gemeißelt. Britische Astronomen haben unlängst am Sternenhimmel neue Bilder entdeckt und sie nach populären Personen benannt, um Kinder und Jugendliche für Astronomie zu begeistern.  So gibt es nun auch die Brille von Harry Potter, den Tennisschläger von Serena Williams und den Stiefel von Paddington, dem Bär.


Den Dudweiler Bürgern ist vor Kurzem auch ein neues Sternbild begegnet. Das war, als der Marder ein Stromkabel durchgebissen hat, woraufhin der Strom ausfiel.  Als alles dunkel war, konnte man es erstmals sehen. Astronomen nennen das neue Bild „Strobel“, streiten aber noch, ob sie ihn den „großen“ oder „kleinen Strobel“ nennen sollen. Das ist ein Mann mit einem großen Bündel Geldscheinen in der Hand. Manche glaubten, den Finanzminister darin zu erkennen. Denn es sieht so aus, als wollte er das ganze Geld über Dudweiler ausschütten, um den Menschen dort eine Freude zu machen. Und tatsächlich: Da jubelten die wenigen Dudweiler, die noch wach waren,  tanzten, lachten und lagen sich vor lauter Glück in den Armen. Alle waren glücklich und vergaßen dabei, dass der saarländische Finanzminister ja gar kein Geld zum Verteilen hat. Doch Dudweiler dankten dem Marder, weil er ihnen das neue Sternbild offenbart hatte.  Da  ging plötzlich das Licht wieder an und der „Strobel“ war weg. Man hat ihn nie wieder über Dudweiler gesehen.