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So kann’s gehen
Darauf einen Doppelweck

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Monet oder Picasso? Hauptsache Italien, würde Lothar Matthäus jetzt sagen. Tauben nehmen es dagegen ziemlich genau mit der Kunst.

Tauben gehören zum Saarbrücker Stadtbild wie die Kaugummis in der Bahnhofstraße. Nur dass Tauben keine Kaugummis picken, sondern eher die Reste eines Doppelwecks, was man regelmäßig beobachten kann, wenn man sich auch nur kurz unter den Platanen in der Bahnhofstraße ausruht. Tauben gelten als tumb, womit man ihnen aber Unrecht tut. Japanische Wissenschaftler haben  herausgefunden, dass die Vögel einen Monet von einem Picasso unterscheiden können. Nach einem kurzen Training konnten die Tauben mit einer Trefferquote von 90 Prozent den richtigen Maler identifizieren – und das auch, wenn man ihnen bislang unbekannte Werke der Künstler zeigt. Zielsicher konnten die Vögel Impressionismus von Kubismus unterscheiden, was außergewöhnliche visuelle Fähigkeiten beweist. Gerne würde ich das Experiment mit unseren Saarbrücker Tauben  nachstellen, doch leider ist der Geldbeutel zu schmal für einen echten Monet und Picasso. Und wenn ich keine Originale mitbringe, brauche ich es gar nicht erst zu versuchen. Die Tauben würden den Unterschied bestimmt bemerken. Dann bringe ich doch lieber ein paar Doppelweck mit...