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Corona lehrt, sich auch an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen

Lichtblicke in trüben Zeiten : Termine machen Freude

Es muss nicht gleich ein Sechser im Lotto sein. In Zeiten wie diesen ist auch ein Termin beim Friseur ein echter Gewinn.

In trüben Zeiten wie diesen lechzt der Mensch nach Lichtblicken. Und von diesen gab es reichlich zuletzt. Damit meine ich nicht nur die Sonnenstrahlen, die unsere Herzen erwärmen. Auch andere Erfolgserlebnisse tun gut. Und als solches ist es zweifellos zu werten, wenn man einen Impftermin für seine betagte Schwiegermutter ergattert. Nach tagelangen vergeblichen Versuchen haben wir es am Montagabend endlich geschafft. Es war kurz vor halb acht, als ein Schrei der Erleichterung durchs Treppenhaus hallte.

Tatsächlich war es uns gelungen, einen Termin für den folgenden Tag abzustauben. Offensichtlich war ein anderer Impfberechtigter abgesprungen, so dass wir blitzschnell auf der Online-Plattform zuschlagen konnten. Keine 20 Stunden später klappte auch die Impfung reibungslos, einschließlich eines Termins für den zweiten Pieks in vier Wochen.

So lange muss ich nicht mehr warten. Ich bin schon kommenden Montag an der Reihe. Zwar nicht im Impfzentrum, aber bei unserer Friseurin, die nach einer gefühlten Ewigkeit ihren Salon am 1. März wieder öffnen darf.  Ich bin gleich morgens dran und muss zugeben: So sehr habe ich mich noch nie auf einen Haarschnitt gefreut.