Bitte drehen Sie jetzt durch!

SZ-Redakteurin Nicole Bastong hat Angst, wieder die Nerven komplett zu verlieren.

Achtung, bitte drehen Sie jetzt durch! Eine der denkbar schlimmsten Katastrophen der Konsumgesellschaft steht wieder unmittelbar bevor: der Feiertag! Bei jedem Normalverbraucher müssen jetzt die Alarmglocken schrillen: Dann sind die Geschäfte zu! Und möglicherweise öffnen sie nie wieder! Frühestens am Freitag!
Bewaffnen Sie sich mit einem Einkaufswagen, und ziehen Sie in den Krieg zwischen den Supermarktregalen. Und heute geht es nicht um Schnäppchen, sondern um pure Mengen. Sicher, dass 12 Rollen Klopapier bis Montag reichen? Sind zwei Sack Kartoffeln nicht zu wenig für ein langes Wochenende? Nehmen Sie lieber noch eine Jumbopackung Erdnüsse! Und was ist mit der Tiefkühltruhe: Ist da nicht Platz für ein paar Tonnen Gemüse, Pommes und Pizza? Und Fleisch, Konserven und 30 verschiedene Sorten Nudeln nicht vergessen. Wer weiß: Vielleicht endet die Lebensmittelversorgung für immer!

Wer nicht gleich am frühen Morgen loszieht, um den Keller, den Kühlschrank und die Vorratskammer restlos aufzufüllen, verfällt, je näher der Ladenschluss rückt, ganz sicher in einen Kaufrausch. Und selbst wer nur mal schnell eine Tüte Milch kaufen wollte, wird spätestens an der Kasse angesichts der Berge, die andere heimkarren, von leiser Panik beschlichen: Was, wenn ich nun wirklich nicht mehr genug zu Hause habe? Was, wenn die anderen alles, alles leergekauft haben? Ob ich nicht doch noch schnell….?