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Wilhelm-Heinrich-Brücke
Endlich klappt mal ein großes Bauvorhaben

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Wilhelm-Heinrich-Brücke ist termingerecht saniert, der Verkehr fließt. Autofahrer und Einzelhändler atmen auf. Von Jörg Wingertszahn

Das muss man der Landeshauptstadt lassen: Die Baustelle auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke hat sie gut gemanagt. Allen Befürchtungen zum Trotz blieb das große Verkehrschaos aus. Die Sanierungsarbeiten verliefen eher geräuschlos und zügig. Die Kosten blieben im Rahmen, und auch der Zeitplan wurde eingehalten – so sollte es auch sein. Andere Großbaustellen wie der Vierte Museumspavillon, der unter der Regie der Landesregierung gebaut wurde, oder der Umbau des Saarbrücker Ludwigsparks belegen, wie schnell ein solches Bauprojekt aus dem Ruder laufen kann. Der Verkehr fließt wieder, und die Autofahrer kommen zügig durch die Innenstadt. Das freut nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Saarbrücker Einzelhändler und Gastronomen, weil die City wieder gut erreichbar ist. Kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts ist das von großer Bedeutung. Ob die rot markierten Radwege wirklich angenommen werden, muss sich noch zeigen. Im Herbst und Winter verzichten wohl viele Saarbrücker auf ihr Rad. Der Härtetest für die Radwege kommt dann im Frühjahr, wenn das Rad wieder ausgepackt wird. Falls die Landeshauptstadt Radfahrern künftig etwas Gutes tun will, könnte sie zumindest testweise einen Radweg aus Solarzellen bauen. Solche Beispiele gibt es schon in Duisburg, Polen und – wo sonst – in Holland. Tagsüber erzeugen die Solarzellen Strom, mit dem die Radwege nachts beleuchtet werden können. Zudem hält die Wärme die Wege im Winter frei von Schnee und Eis. Und man kann überschüssige Energie ins Stromnetz einspeisen. Absolut umweltfreundlich und emissionsfrei. Einen Versuch wäre es wert.