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Breitbandausbau
Ausbau ist konsequent

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der Kontrast könnte nicht größer sein: Vorzeigeprojekt deutscher IT-Experten auf der einen Seite der Stadt, Internetgeschwindigkeiten aus dem letzten Jahrhundert auf der anderen. Gerade erst hat die Diskussion über den Standpunkt des neuen Helmholtz-Zentrums ein Ende gefunden, und die damalige Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat das Vorzeigeprojekt deutscher IT-Experten Mitte Februar in Saarbrücken eröffnet. Von Nina Drokur

„Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit CISPA“, heißt es korrekt, und es soll der Spitzenstandort beim Thema Cyber Security werden. Weltweit, so der Anspruch. „Es wird eine Kaderschmiede für junge Talente aus aller Welt“, hieß es bei der Eröffnung. Und doch gibt es in anderen Teilen derselben Stadt Menschen, die quasi noch in der  digitalen Steinzeit leben. Dass das Saarland bis Ende des Jahres eines der ersten Bundesländer werden soll, das flächendeckend schnelles Internet anbietet, ist da nur konsequent. Die Goldmedaille ist das erklärte Ziel von Teamleiter Thomas Haböck, und die Goldmedaille muss es werden, wenn Saarbrücken nicht zur Lachnummer werden will. 2020 will das Zentrum seine Arbeit aufnehmen. „Der führende Standort in Sachen Cyber Security schleicht im Schneckentempo über die Datenautobahn“, diese Schlagzeile kann dann keiner der Verantwortlichen lesen wollen. Wobei die Internetnutzung ohne Internetanschluss natürlich ziemlich sicher wäre. Deshalb hat IHK-Teamleiter Claus Peter auch Recht, wenn er nur von einer Etappe spricht. Bei 100 Mbit/s wird es nicht bleiben. Der Trend geht in Richtung Gigabitgesellschaft. Und mit einem solchen Vorzeigeprojekt muss Saarbrücken, muss das Saarland am Ball bleiben.