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Auf die kalte Uta folgt die milde Viola

Auf die kalte Uta folgt die milde Viola

Seit Samstag sorgte ein massiver, arktischer Kälteeinbruch für spätwinterliche Kapriolen mitten im Frühling. Der April zog mit Nachtfrost, Schnee-, Graupel-, Hagel- und Gewitterschauern alle Register - Polartief Uta hatte sich über Deutschland eingenistet und zu einem späten Wintereinbruch in den Mittelgebirgen geführt.



Seit Samstag sorgte ein massiver, arktischer Kälteeinbruch für spätwinterliche Kapriolen mitten im Frühling. Der April zog mit Nachtfrost, Schnee-, Graupel-, Hagel- und Gewitterschauern alle Register - Polartief Uta hatte sich über Deutschland eingenistet und zu einem späten Wintereinbruch in den Mittelgebirgen geführt.

Kaltluftrückfälle im April sind völlig normal, aber vor allem die lange Dauer des Polarlufteinbruchs hat Ende April schon Seltenheitswert und trat in dieser Form kurz vor dem Mai in den letzten 27 Jahren meiner Messreihe nicht auf. Denn in dieser Zeit gab es nur bis etwa 21. April derart markante Kälteeinbrüche im Köllertal, besonders in den Jahren 1991, 1997, 1998 und 2001. Auf der anderen Seite sind wir derart kalte Witterung im April auch nicht mehr gewöhnt, da uns der April vor allem seit 2007 meist nur noch mit Frühsommerwetter verwöhnt hatte und launisches Aprilwetter ausblieb. Mit Abzug des Tiefs Uta nach Nordosteuropa kam gestern der Zustrom von polaren und arktischen Luftmassen zum Erliegen. Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen - auf die kalte Uta folgt die milde Viola, der Tiefdruckeinfluss bleibt uns erhalten. Immerhin wird es langsam milder, die Temperaturen passen sich wieder der Jahreszeit an. Heute sorgt ein kleines Zwischenhoch für Wetterbesserung, es ist teils heiter, teils wolkig und trocken. Vorderseitig von Tief Viola bei England dreht die Strömung auf Südwest und lässt die Temperaturen auf 12 bis 14 Grad steigen. Die Ausläufer des Tiefs überqueren uns am Samstag mit schauerartigen Regenfällen, es kühlt auf Werte um 10 Grad ab. Am Sonntag wird es freundlich und bleibt zunächst trocken, später sind wieder Schauer möglich. Die Höchstwerte liegen bei 14 Grad. Die erste Maiwoche startet wechselhaft und kühler.

Der Montag zeigt sich teils aufgelockert, teils bewölkt. Am Dienstag und Mittwoch ziehen erneut Regenwolken und Schauer durch, es wird windiger bei Abkühlung auf 10 bis 12 Grad. Ein Hoffnungsschimmer auf den Übergang zu frühlingshaftem Wetter mit deutlicher Erwärmung besteht in der zweiten Wochenhälfte.