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Wer hat die Uhr gesehen?
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Nehmen wir uns mal kurz Zeit, über die Zeit zu sinnieren. Verliert die deutsche Fußball-Nationalmannschaft an diesem Samstag gegen Schweden, ist für sie die WM in Russland gelaufen. Nicht wenige meinen, dann sei die Zeit von Jogi Löw als Bundestrainer abgelaufen.

Oder wäre seine Uhr abgelaufen? Wie auch immer, ein SZ-Leser aus Riegelsberg ist auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Er fahndet nach seiner Uhr, einer Armbanduhr, die ihm mehr als drei Jahrzehnte ein treuer Wegbegleiter war. Wie der Mann am Telefon berichtet, hat er das gute Stück vergangene Woche zur Reparatur in einem Juwelierladen abgegeben. Beim Abholen habe er aber nicht seine Uhr (Marke Adora) zurückerhalten, sondern eine andere (Marke Radd). Auf sein Nachkarten noch im Laden, das sei die falsche Uhr, sei ihm beschieden worden: „Doch, doch, das ist Ihre Uhr.“ Nun ist der Riegelsberger traurig. Den materiellen Verlust könne er verschmerzen, meint er. Der verlorengegangene Zeitmesser sei kein Vermögen wert, aber er verbinde mit der Armbanduhr viele Erinnerungen. Deshalb möchte er sie wiederhaben. Vielleicht gehe es dem anderen Verwechslungsopfer ja ähnlich, und es gebe somit noch einen Menschen, der seine Uhr schmerzlich vermisse. Also: Wer sachdienliche Hinweise in diesem Fall geben kann, der kann sich gern bei der Lokalredaktion Köllertal der Saarbrücker Zeitung in Heusweiler melden.