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Ärger in der Poststraße: Was fehlende Kommunikation anrichtet

Ärger in der Poststraße: Was fehlende Kommunikation anrichtet

Wie kommt man einfach und rasch von A nach B? Von der Wohnung zum Arzt, aus dem Rand-Stadtteil zu Geschäften in der Stadtmitte, vom Bahnhof zu entfernt lebenden Freunden? Wer auf seinen Wegen nicht immer und überall ins Auto steigen mag - oder kein Auto hat -, braucht den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Jenseits der wenigen Schienenstrecken , die unsere Region bietet, heißt das: Man braucht den Bus. Der muss, trotz aller Unwägbarkeiten des Straßenverkehrs, vor allem eines sein: verlässlich. Fahrgäste müssen sich darauf verlassen können, dass der Bus sie von A nach B bringt und nicht nach XYZ. Und sie brauchen die Sicherheit, dass sie nach dem Aussteigen ohne lange Warterei den nächsten Bus oder Zug erreichen.

In der Völklinger Poststraße, so sagen die einen, ließen sich bisher beide Ziele nicht vereinbaren. Weil Falschparker den Weg versperren, ließ die Pünktlichkeit zu wünschen übrig - also raus mit den Bussen aus der Straße, im Dienst der Fahrplantreue. Wieder rein mit den Bussen, sagen die anderen, weil Kunden sonst zu weite Wege haben.

Für beide Positionen kann man gute Argumente finden. Für den abrupten, öffentlich nicht angekündigten Wechsel zum Jahresbeginn freilich nicht. Wenn ein Verkehrsbetrieb mit langjährigen Gewohnheiten bricht, dann muss das vorbereitet sein. Mit gründlicher Information für die Busfahrgäste. Und für Geschäfte und Arztpraxen, damit die ihren Kunden und Patienten sagen können, wo es - im Wortsinn - lang geht. Fehlende Kommunikation stiftet, wie das Poststraßen-Beispiel zeigt, gewaltigen Ärger .