Kolumne : . . . und Riegelsberg schweigt

Redet Geld, so schweigt die Welt“, sagt ein Sprichwort. Manchmal schweigt auch nur der Riegelsberger Gemeinderat. Seltsam ist es irgendwie schon, dass dort zwar vom Bürgermeister mitgeteilt wurde, dass 160 000 Euro im Haushalt fehlen, aber niemand über den – bekannten – Grund sprach: Die Verwaltung hatte einen Zuschuss des Landes in genau dieser Höhe verbummelt.

Man fragt sich, worin das Schweigen im Walde seine Ursache hat.

Seltsam auch der großzügige Interpretationsspielraum der Verwaltungsspitze: Wegen des ausgebliebenen Zuschusses werde es keine Steuererhöhung in der Gemeinde geben, hatte der Bürgermeister vor wenigen Tagen erklärt. Die Deckungslücke im Haushalt ist aber offenbar etwas ganz anderes, denn zur Lösung des Problems schlägt die Verwaltung eine Erhöhung der Grund- und der Gewerbesteuer vor – Entscheidung vertagt. Möglich bleibt: der Bürger zahlt die Zeche oder Riegelsberg bekommt Ärger mit der Kommunalaufsicht.

Vielleicht gibt es aber auch ein Thema hinter dem Thema: In einem sehr überschaubaren Land wie dem Saarland könnten doch gleich alle jährlichen  Zuschüsse zusammengefasst und an die Kommunen verteilt werden, die dann für ihre Anschaffungen selbst verantwortlich sind? Das würde auf beiden Seiten eine Menge an Verwaltungsaufwand sparen. Und mitunter auch Ärger.