Kolumne : Höhenflug für die Zucchini

Etwas mehr Grün in die eigenen vier Wände bringen – für den Frühling eigentlich eine recht gängige Idee. Für das Wohnzimmer gibt es ein paar klassische Osterglocken und zwei frische Töpfe der beliebten Grünlilie.

Und weil man ja auch mit der Zeit geht, noch ein passendes Fensterblatt. Die auch als Monstera bezeichnete Pflanze mit ihren bis zu 50 Zentimeter großen schildförmigen Blättern gilt schließlich als Trendsetter unter den Zimmerpflanzen. In der Küche soll es dagegen nicht nur schön, sondern auch praktisch sein. Fix also die Samen verschiedener Kräuter ausgesäht, in der Hoffnung, etwas Selbstgezogenes für den nächsten Salat zu haben.

Durch Corona erhält die Idee der Selbstversorgung nun unerwartet einen Höhenflug – zumindest bei der Lebenspartnerin. Jetzt sollen es nicht nur ein paar Kräuter sein. Jetzt werden Tomaten-, Zucchini- und Salatsamen rangeschafft, ein passendes Hochbeet für die Wohnung aus dem Baumarkt geholt – nachdem man lebhaft darüber diskutiert hat, warum die Matschküche eher für Kinder zum Spielen als für das Hochziehen von Salatköpfen geeignet ist – und das schon ältere Tomatengitter aus der Abstellkammer vorgekramt. Da man(n) auch etwas Technik haben will, gibt es noch zwei LED-Streifen dazu, um die jungen Keimlinge auch immer schön mit Tageslicht zu versorgen.

Nach der ersten Woche der beginnenden Selbstversorgung hat man zwar noch keine Ernte, die man einfahren kann, aber zumindest die Gewissheit, dass man für den (über)nächsten Salat nicht mehr in der Warteschlange stehen muss – und dass Zucchini die eigene Küche ziemlich schnell in einen Dschungel verwandeln kann.