| 10:16 Uhr

Helge Schneider in der Saarlandhalle
König der Improvisation

Bildergalerie: König der Improvisation FOTO:
Saarbrücken. Witzig, schräg, absurd und sehr musikalisch: Helge Schneider gastierte am Sonntagabend mit seiner neuen Show „Ene Mene Mopel“ in der Saarlandhalle. Das Publikum war von dem einfallsreichen Improvisationskünstler begeistert. Von Thomas Reinhardt
Thomas Reinhardt

Manchmal muss er über seine eigenen Witze lachen. Dann ist ihm in seinem Redeschwall gerademal wieder ein neuer Gedanke gekommen. Der muss dann raus. Und eigentlich weiß man bei dem Meister des Nonsens ja sowieso nicht, was einstudiert und was improvisiert ist. Was einen Teil seiner Beliebtheit und seines Erfolges ausmacht. Er ist halt absolut einmalig und unverwechselbar. Am Sonntagabend hat Helge Schneider mal wieder in der Saarlandhalle Station gemacht und seine vielen treuen Anhänger begeistert. Denn er bietet einen höchst abwechslungsreichen Abend, ein Konzert mit viel Jazz und mit mal kürzeren (“Das nächste Lied ist mit Musik“) und öfters auch längeren Ansagen, die dann auch mal episch geraten, voller Absurditäten, Wortwitz, Kalauern und Komik. Helge singt von der armen Wurstfachverkäuferin und von Texas, er singt auf deutsch, spanisch und chinesisch. Helge nuschelt, kaspert herum, er rappt und er steppt, dass es die schiere Freude ist. Der 62-Jährige spielt Klavier, Xylophon, Panflöte, Gitarre und Saxophon, plaudert mit seinen Begleitmusikern, schneidet allerlei auch seltsame Themen an, erfindet irre Begegnungen, kommt vom Hundertsten ins Tausendste, kriegt dann irgendwann wieder die Kurve, singt das nächste Lied, gibt einen weiteren komischen Streich zum Besten. Köstlich!