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Klinikum Saarbrücken verzeichnet viele Organspenden

Klinikum Saarbrücken : Neun Organspender helfen 21 kranken Menschen

Im Klinikum Saarbrücken haben in diesem Jahr neun Personen Organe gespendet. Das ist die höchste Spendezahl seit 15 Jahren.

() Das Klinikum Saarbrücken stellt eine steigende Bereitschaft bei Organ- und Gewebespenden fest. Zwischen Januar und September fand in diesem Jahr im Schnitt eine Organspende pro Monat auf dem Saarbrücker Winterberg statt. Mit 22 entnommenen Organen von neun Spendern konnte 21 schwerkranken Menschen geholfen werden, teilt das Kilnikum mit. Es arbeitet mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) zusammen.

Obwohl in Deutschland bei der postmortalen Organspende die Widerspruchslösung nicht eingeführt wurde, scheint die neu entflammte öffentliche Diskussion um das Thema Wirkung zu zeigen: Denn die Spendenbereitschaft steigt nach Angaben des Klinikums Saarbrücken. Notwendige Voraussetzungen für eine postmortale Organspende sind der Nachweis des Hirntods und die zu Lebzeiten schriftlich oder mündlich geäußerte Bereitschaft der Verstorbenen zur Organspende nach dem Tod.

Mit neun Organspenden im Jahr 2020 ist im Klinikum Saarbrücken die höchste Spendezahl in den vergangenen 15 Jahren erreicht worden. 2019 waren es sieben. 18 der 22 im jetzigen Jahr im Klinikum Saarbrücken  entnommenen Organe wurden Patienten in Deutschland, vier Personen in anderen Ländern transplantiert. Die 22 Organe wurden auf 21 Empfänger übertragen – ein Empfänger bekam  mit Niere und Bauchspeicheldrüse zwei Organe. Entnommen wurden drei Herzen, vier Lungen, neun Nieren, fünf Lebern sowie eine Bauchspeicheldrüse, teilt das Klinikum Saarbrücken mit.

„Jeder von uns kann seiner Familie im Falle eines Falles einen sehr schwierigen Entscheidungsprozess ersparen, einfach indem man einen Organspendeausweis mit seiner Entscheidung für oder gegen eine Organspende ausfüllt und seine Angehörigen über diese Entscheidung informiert“, sagt Dr. Konrad Schwarzkopf. Er ist der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum Saarbrücken. Konrad Schwarzkopf empfiehlt insbesondere Familien, diese Frage zu klären.

Im Klinikum Saarbrücken sprechen nach dessen Angaben besonders im Zentrum für Intensiv- und Notfallmedizin und auf der Kinderintensivstation, wo rund um die Uhr Transplantationsbeauftragte ansprechbar seien, die Ärzte und Pflegekräfte mit Patienten und Angehörigen auch oft über das Lebensende. Dazu kann auch das Thema Organ- und Gewebespende gehören. „Es ist unsere Aufgabe, Patienten und Angehörige aufzuklären, und es ist unsere Pflicht, den Organspendewunsch eines bei uns verstorbenen Patienten umzusetzen“, sagt Konrad Schwarzkopf.

www.klinikum-saarbruecken.de

www.dso.de

www.gewebenetzwerk.de