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Die Feuerwehren Sitterswald und Auersmacher eröffneten am Wochenende ihr neues Gerätehaus
Zwei Löschbezirke sind jetzt unter einem neuen Dach

Sitterswald/Auersmacher. Die Feuerwehrleute von Sitterswald und Auersmacher bezogen am Wochenende ihr neues Gerätehaus. Die offizielle Einweihung ist erst nächstes Jahr.

Am Samstag um 18.20 Uhr war es soweit: Peter Dausend, der Wehrführer der Gemeinde Kleinblittersdorf meldete per Funk die Einsatzbereitschaft des neuen Feuerwehrgerätehauses an die Einsatzleitstelle des Regionalverbandes. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit und langwierigen Vorarbeiten sind die beiden Löschbezirke Sitterswald und Auersmacher offiziell in ihr neues, gemeinsames Gerätehaus zwischen den beiden Ortsteilen eingezogen.



Es ist das erste Mal in der Geschichte der Gemeinde Kleinblittersdorf, dass zwei Löschbezirke unter einem Dach vereint sind. „Wir werden die Einsatzteams mischen, so dass Feuerwehrleute aus beiden Orten immer gemeinsam ausrücken. Bereits in der Bauphase haben die beiden Löschbezirke gezeigt, dass sie sehr gut zusammenarbeiten“, lobte Peter Dausend die etwa 80 Feuerwehrleute aus beiden Ortsteilen.

Das neue Feuerwehrgerätehaus ist top modern. Fußbodenheizung gibt es in allen Räumen, und die gesamte Technik ist auf dem neuesten Stand. Im Erdgeschoss gibt es Duschen und Umkleidekabinen für Männer und Frauen. In der Halle haben vier Einsatzfahrzeuge Platz. „Bei einem Einsatz parken die Feuerwehrleute hinter dem Haus und laufen durch die Kabinen sofort in die Fahrzeughalle. Die Laufwege sind logisch aufgebaut“, erklärt Peter Dausend.

Im Obergeschoss gibt es ein Büro für die Löschbezirsksführer, Lager und Arbeitsräume, einen Jugendraum, eine Küche und einen sehr großen Schulungsraum. „Im Obergeschoss müssen noch Fliesen verlegt und die Türen eingebaut werden. Das machen wir alles selber“, sagt Christian Hoffstetter der Löschbezirksführer von Auersmacher.

1,58 Millionen Euro hat das neue Feuerwehrgerätehaus zwischen Sitterswald und Auersmacher gekostet. 990 000 Euro Zuschuss gab es vom Land, 410 000 Euro von der Gemeinde Kleinblittersdorf, und Arbeiten für 180 000 Euro erbrachten die beiden Löschbezirke in Eigenleistung.

Am  Samstag fanden ab den Morgenstunden die Auszüge aus den alten Gerätehäusern in den jeweiligen Ortsteilen statt. „Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man alle Sachen zusammenpacken muss. Wir haben ja hier alles mit aufgebaut“, sagte Thomas Drumm, der seit 26 Jahren Feuerwehrmann in Sitterswald ist. Carina Ries ist 22 Jahre alt und seit zwölf Jahren in der Sitterswalder Feuerwehr. „Es ist etwas seltsam, aber die Vorfreude auf das neue Gerätehaus überwiegt eindeutig“, sagt die Feuerwehrfrau beim Kistenpacken.

Auch in Auersmacher waren beim Umzug Gedanken an die Vergangenheit da. „Das Feuerwehrgerätehaus im Ort ist schon so etwas wie eine Kultstätte, wo man praktisch von Kindesbeinen an war. Diese Zeit geht nun zu Ende“, sagte Christoph Brandstetter, während er gemeinsam mit Yannick Erhardt im neuen Gerätehaus Regale an der Wand befestigte.

Die beiden alten Gerätehäuser in Sitterswald und Auersmacher wurden von der Gemeinde bereits verkauft und stehen den Löschbezirken in Zukunft nicht mehr zu Verfügung – dafür aber ein neues und hochmodernes Schmuckstück.

Als dann am Samstagabend alles fertig war und Peter Dausend mit dem Einsatzbereitschafts-Funk eine neue Feuerwehr-Ära in der Gemeinde Kleinblittersdorf einläutete, gab es Jubelrufe, und die interne Einweihungsfeier konnte beginnen. Die offizielle Einweihungsfeier ist erst nächstes Jahr geplant, wenn alle noch ausstehenden Innenarbeiten abgeschlossen sind.

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