Zukunft des Freibades im Mittelpunkt

Bürgermeister Stephan Strichertz versicherte, dass Kleinblittersdorf sein Bad behält. Die Sanierung solle Ende Februar 2016 beginnen. Die Bürger, die zur Gemeinderatssitzung gekommen waren, applaudierten.

Etwa 30 an der Zukunft des Freibades interessierte Bürger kamen am vergangenen Donnerstag zur Gemeinderatssitzung nach Kleinblittersdorf . Aufgrund des großen Bürgerinteresses hatte der Rat kurzfristig den Freibadpunkt auf die Tagesordnung genommen, um über die Zukunft des Bades zu entscheiden.

Und dann ging's los: Fast eine halbe Stunde redete der Rat darüber, dass ein Antrag auf Förderung bei einem Bundesministerium gestellt wurde. Aber dass es wohl schwierig wird, den vollen Umfang der Förderung zu bekommen, da man gewisse Punkte nicht erfülle. So wurde zwischen den Parteien hin- und hergeredet. Danach wurde auf Empfehlung des zuständigen Ausschusses der Punkt Freibad einstimmig beschlossen.

Die 30 Bürger hätten bis dahin durchaus in einem finnischen Gemeinderat zu Besuch sein können, dort hätten sie genauso viel verstanden. Erst in der spontan zu diesem Punkt eingefügten Bürgerfragestunde, wurden ihre Fragen beantwortet: Ob die Zukunft des Bades gesichert sei, was saniert wird, wann es losgeht und was die ganze Geschichte kostet? "Das Bad bleibt Kleinblittersdorf erhalten, und es wird sukzessive saniert. Los geht es Ende Februar 2016 mit der Sanierung des Beckenrandes. Diese Maßnahme kostet 60 000 Euro", erklärte Bürgermeister Stephan Strichertz. Die Erneuerung der sanitären Anlagen und der Umkleidekabinen soll folgen. Die Gesamtsanierungskosten des Bades werden wohl eine Million Euro überschreiten. Eine eventuelle Förderung des Bundesministeriums könnte 50 Prozent der Investitionskosten betragen.

Von den anwesenden Bürgern gab es Applaus, als klar wurde, dass das Kleinblittersdorfer Freibad erhalten bleibt und saniert wird.

Relativ schnell und unspektakulär verliefen die Flüchtlings-Punkte auf der Tagesordnung. Der Rat beschloss einstimmig, dass die ehemalige Grundschule in Bliesransbach sowie deren Hausmeisterwohnung für Flüchtlingsfamilien umgebaut wird. Bereits im März 2016 sollen bis zu 25 Flüchtlinge einziehen können.

Unter dem Punkt Mitteilungen und Anfragen wurde es dann wieder spannend. Wie der Bürgermeister mitteilte, hat die Saarstahl AG als Betreiber der Kalksteingrube Auersmacher den Antrag gestellt, ein weiteres, 4,5 Hektar großes Gebiet unter Sitterswald und Auersmacher abbauen zu dürfen. 2010 und 2013 sind in den Kleinblittersdorfer Wäldern über Abbaugebieten zwei etwa 20 Meter tiefe Löcher durch eingebrochene Waldstücke entstanden.

Die Gemeinde hat vor zwei Jahren ein Gutachten von Saarstahl angefordert, welche Risiken ein weiterer Abbau mit sich bringen könnte. Das Gutachten liegt immer noch nicht vor.

"Für mich ist das nicht zu erklären. Das Gutachten müsste uns längst vorliegen", sagte Günter Melchior von den Grünen, und Mario Bender von der Linken sagte: "Ich glaube, dass da irgendwas faul dran ist."

Bereits im Vorjahr hat der Gemeinderat eine weitere Abbaufläche genehmigt. Bei der Nachfrage, ob der Gemeinderat die Genehmigung ohne vorliegendes Gutachten erteilte, schüttelten Teile des Rates den Kopf und Melchior sagte: "Ja, das stimmt, das war so." Bürgermeister Stephan Strichertz erklärte, dass man dazu allerdings die Hintergründe kennen müsse (ausführlicher Bericht folgt).

Wie der Bürgermeister weiter mitteilte, gibt es wieder einen Antrag, eine große Freiflächen-Photovoltaikanlage in der Nähe des Hartungshofes in Bliesransbach zu bauen. Am 16. November soll es dazu eine Bürger-Informationsveranstaltung in Bliesransbach geben. Ort und Uhrzeit sind noch offen.