Vorbildlich in Sachen Jugendschutz

Bei seiner Sommertour machte der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm am Freitag beim SV Auersmacher Station. Er beglückwünschte den Verein zum Jugendschutz-Zertifikat „7 aus 14“.

Der Sportverein (SV) Auersmacher geht in Sachen Jugendschutz mit gutem Beispiel voran. Als einer der ersten Vereine im Saarland erhielt der SVA die Jugendschutz-Zertifizierung "7 aus 14" vom saarländischen Umweltministerium und dem Landessportverband. Am Freitag machte der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm bei seiner Sommertour durch das Saarland in Auersmacher Station und beglückwünschte den Verein zu seiner Leistung. Mehr als 100 Menschen kamen ins Clubheim des SV Auersmacher . "Wir reden im Saarland ja gerne von Leuchtturm-Projekten - dieses hier ist eins. Ich hoffe, es werden sich noch viele Vereine finden, die dem Beispiel des SV Auersmacher folgen", sagte der Minister. Der SVA hat es sich seit diesem Jahr auf die Fahne geschrieben, den Kampf gegen Alkohol- und Drogen-Missbrauch bei jungen Menschen anzutreten. "Man hört doch ständig in den Nachrichten vom Komasaufen und anderem Alkohol-Missbrauch von Jugendlichen. Wir waren sofort bereit, bei der Initiative ,7 aus 14' mitzumachen und werden auch in Zukunft unser Handeln danach ausrichten", sagte Klaus Thiel, der 1. Vorsitzende des SVA. Sieben von 14 Kriterien muss ein Verein erfüllen, um die Zertifizierung zu erhalten. Unter anderem müssen die Preise für nicht alkoholische Getränke deutlich niedriger sein als die für alkoholische Getränke. "Wir haben Wasser, Cola und Limo auf einen Euro gesenkt und dafür die Preise für alkoholische Getränke angehoben. Jeder fand diese Idee klasse. Sogar auf dem Pfarrfest in Auersmacher ist man unserem Beispiel gefolgt", berichtete Klaus Thiel. Zuständig für das gesamte Projekt beim SVA ist der Jugendschutzbeauftragte im Verein, Klaus Kühn, der sich als Kinderarzt und Jugendmediziner bestens auskennt. "Wir haben schon viele Vorträge in unserem Clubheim angeboten, zu denen bis zu 80 Jugendliche kamen. Unterhaltsam wurden dort die Konsequenzen des Alkoholmissbrauchs dargestellt", erklärte Kühn: "Jeder Verein kann bei dem Projekt mitmachen. Je mehr es sind, umso besser. Schließlich geht es um die Zukunft unserer Kinder." Vereine, die sich für das Projekt "7 aus 14" interessieren, können sich beim Landessportverband, beim Umweltministerium oder bei einem Kinderarzt informieren. Kühn: "Wir sind eine saarlandweite Gruppe von Kinderärzten, die zu den Vereinen kommen, Vorträge halten oder beraten. Man braucht nur bei seinem vertrauten Kinderarzt nachzufragen."