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Vier Sängerinnen und Sänger bereichern Auersmacher Radio-Gottesdienst

Kleinblittersdorf/Auersmacher : Junges Quartett bringt wieder Wohlklang in die Kirche

Corona-Regeln verhindern ein Jahr lang Live-Auftritte. Nach der Mitgestaltung der Messe in Kleinblittersdorf sind die vier jetzt in Auersmacher zu hören.

Die Freude stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Caterina Bur, Carina Peitz, Christian Bur und Raphael Petri durften am vergangenen Sonntag erstmals seit mehr als einem Jahr wieder vor Publikum singen. Beim Gottesdienst in der katholischen Kirche in Kleinblittersdorf hatten die vier ihre Generalprobe. Sie sangen vor etwa 70 Menschen zehn Lieder und gestalteten so den Gottesdienst. Es war die Generalprobe für diesen Sonntag, wenn der Gottesdienst aus Auersmacher live im Radio (SR2) übertragen wird.

Von 10.04 bis 11 Uhr singt das außergewöhnliche Quartett im Hochamt. „Als wir von der Radioübertragung hörten, wollten wir etwas Besonderes bieten und haben uns spontan für das Quartett entschieden“, sagt Christian Bur. Der 44-Jährige ist Organist in der Pfarreiengemeinschaft Kleinblittersdorf und hat das Quartett auf die Beine gestellt. „So etwas geht nur mit Profis. Wir hatten lediglich die Generalprobe, mehr konnten wir wegen der Corona-Regeln nicht proben“, sagt Bur.

Raphael Petri ist Musiklehrer am Warndt-Gymnasium in Völklingen und freut sich wie die anderen drei auf den Auftritt. „Die Musik und das Singen fehlen an allen Ecken und Enden. Ich bekomme viele E-Mails von unseren Schülern aus dem Schulchor. Alle wollen endlich wieder gemeinsam singen“, sagt Petri (33).

Carina Peitz (34) und Caterina Bur (36) singen gemeinsam im Jazz-Chor 92 Hertz in Eiweiler. Caterina Bur ist Logopädin und die Frau von Christian Bur. „Das Singen fehlt irgendwie allen. Es geht ja auch um den gesellschaftlichen Aspekt und nicht nur um die Musik“, sagt sie.

Carina Peitz ist die Chorleiterin in Eiweiler. Aktuell probt sie mit den 30 Leuten online. „Wir können leider nicht alle gleichzeitig singen. Wir haben es probiert, aber die Verzögerung ist durch die unterschiedlichen Internetgeschwindigkeiten einfach zu groß. Ich singe und spiele am Klavier vor, und alle anderen singen zu Hause alleine. Das ist witzig, und es macht tatsächlich auch Spaß“, sagt die Chorleiterin.

Am Sonntag gibt es für die vier wieder richtigen und gemeinsamen Gesang vor Publikum. Das Bistum Trier gibt vor, dass zwischen den Sängern drei Meter Abstand gehalten werden muss und mindestens fünf Meter Abstand zum Publikum.

Da die vier aber von der Empore aus singen, werden diese Sicherheitsabstände mehr als eingehalten. Nach der Generalprobe in Kleinblittersdorf waren die Kirchgänger voll des Lobes für einen Gottesdienst mit Live-Gesang, den es schon lange nicht mehr gab.