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Trecker rollen zum Segen Richtung Kapelle

Trecker rollen zum Segen Richtung Kapelle

Bliesransbach ist einmal im Jahr das Ziel von Reitern, Pferden und Traktoren. Wenn Pastor Andreas Müller Menschen, Tiere und Maschinen segnet, vereint das die Generationen zum Beten und zum Feiern.

Viele Traktoren , viele Pferde und noch mehr Menschen waren am Sonntag in Bliesransbach wieder unterwegs, um eine der größten Traditionen des Ortes zu pflegen. Seit 1968 feiert der ganze Ort jedes Jahr sein Patronatsfest zu Ehren des heiligen Lukas. 1967 kam Pastor Klaus Maria Kiefer in den Ort an der Oberen Saar und führte gleich im zweiten Jahr die Pferde- und Traktorensegnung ein. Es gibt sie seither Jahr für Jahr.

Dem Gottesdienst folgt vor der Kirche der Höhepunkt des Festes. Es ist der lange Umzug aus Menschen, Pferden und Traktoren durch das Dorf. Am Ende steht der Segen vor der Wendalinuskapelle. Mit dem Wagen der Bonbons werfenden Messdiener startete am Sonntag der Umzug, gefolgt von Pferden und Traktoren . An den Straßenrändern applaudierte die Bevölkerung und folgte dem Zug bis zur Kapelle. "Es ist einfach ein ganz besonderes und schönes Fest in Bliesransbach . Deswegen machen wir jedes Jahr mit", sagt Manuel Wagner. Er war mit seinem Traktor und Freunden aus Auersmacher gekommen, um sich in den Zug einzureihen. Vor der Wendalinuskapelle betete und sang Pastor Andreas Müller mit den Menschen. Anschließend segnete der Pastor Menschen, Tiere und Traktoren .

Doch warum werden auch Tiere und Traktoren gesegnet? "Der Segen ist an die Menschen gerichtet. Maschinen und Pferde werden gesegnet, um sie vor Unfällen oder Krankheiten zu bewahren, um somit die Menschen zu schützen", erklärt Müller.

Bei niedrigen Temperaturen gab es nach dem Segen Süßes für die Kinder und Hochprozentiges für die Erwachsenen. Nach der Rückkehr in die Ortsmitte beendeten die Einheimischen und ihre Gäste das traditionsreiche Fest im Bliesransbacher Dom.