SV Auersmacher will das Masters und den Relegationsplatz für die Oberliga erreichen

Masters und Relegation : Die doppelte Aufholjagd des SV Auersmacher

Der Fußball-Saarlandligist muss beim eigenen Qualifikationsturnier mindestens das Finale erreichen, um auf ein Ticket für das Masters-Endturnier hoffen zu können. In der Liga wollen die Grün-Weißen noch den Relegationsplatz erreichen.

Der SV Auersmacher und Hallenfußball – das passte früher zusammen. Der Fußball-Saarlandligist ist Masters-Rekordsieger (vier Titel) und Masters-Rekordteilnehmer (16 Mal). Auersmacher war zudem einer der ersten Vereine im Saarland, die ein Hallenturnier veranstalteten. 1984 wurde das nach dem 1983 verstorbenen ehemaligen Club-Präsidenten benannte Kurt-Doub-Gedächtsnisturnier erstmals ausgetragen – damals gab es noch kein Masters. Doch die großen Erfolge in der Halle sind eine Weile her. Der letzte Masters-Sieg des SV liegt acht Jahre zurück. Und seit 2013 gelang nur 2016 die Qualifikation für das Finalturnier.

In diesem Winter gab der Verein die Masters-Qualifikation als Ziel aus. Die ist vor den letzten sechs Qualifikationsturnieren noch möglich. Dafür muss der SV Auersmacher eine Aufholjagd starten. Vor dem an diesem Samstag, 12. Januar, beginnenden 35. Kurt-Doub-Gedächtnisturnier liegt die Mannschaft von Trainer Andreas Wellner auf Rang neun der Masters-Tabelle. Um beim Endturnier am 3. Februar in der Saarbrücker Saarlandhalle dabei zu sein, muss der Saarlandligist noch zwei Plätze vorrücken.

Der Saarlandligist muss das eigene Turnier in der Sporthalle Kleinblittersdorf gewinnen, bei dem er Titelverteidiger ist. Dann hätte er 110,45 Punkte – und würde den Tabellensiebten Hellas Bildstock überholen. Denn der Verbandsligist tritt ebenfalls beim Kurt-Duob-Gedächtnis-Turnier an. Zudem würde der SV Auersmacher dann den Tabellenachten SV Rohrbach abhängen – selbst wenn dieser das Turnier des SV Morscholz (29 Wertungspunkte) gewinnt. So würde Auersmacher mindestens auf Rang sieben vorrücken – sofern nicht der Tabellenzwölfte Sportfreunde Köllerbach sowohl das Turnier des 1. FC Riegelsberg (53 Punkte) wie auch das des SSV Pachten (63 Punkte) gewinnt.

Unter Umständen könnte Auersmacher auch der zweite Platz beim eigenen Turnier zur Qualifikation genügen – allerdings nur, wenn Bildstock vor dem Halbfinale ausscheidet. Sollte Auersmacher dagegen nicht das Finale erreichen, ist die Qualifikation in jedem Fall futsch.

Mit dem Erreichen des Endturniers in der Saarlandhalle könnten sich die Auersmacher Spieler ein paar Trainingseinheiten bei kaltem Winter-Wetter ersparen. „Wenn uns die Qualifikation gelingt, werden wir noch ein paar Einheiten in der Halle machen“, sagt Trainer Wellner: „Wenn nicht, fangen wir Ende Januar draußen mit der Vorbereitung auf die Rückrunde an.“ In der will er seine zweite Aufholjagd starten. Auersmacher liegt auf Rang sechs. „Im Großen und Ganzen bin ich damit zufrieden“, sagt Wellner. „Es ist nur schade, dass uns eine Niederlage eine deutlich bessere Platzierung gekostet hat“, ergänzt der 36-Jährige. Am letzten Spieltag vor der Winterpause verlor seine Elf beim Tabellendritten SV Mettlach mit 1:2. Hätte Auersmacher das Spiel gewonnen, hätte der Club auf Rang zwei – dem Oberliga-Relegationsplatz – überwintert. Auf diesem will der SV am Saisonende stehen.

In den restlichen zwölf Saisonspielen kann Wellner ohne Winter-Neuzugänge trotzdem auf einen größeren Kader zurückgreifen. Mit Luca Curcio, Hassan Sonsuz und Julian Druck kehren drei zuletzt verletzte Akteure zurück. Das erste Spiel nach der Winterpause wird übrigens gleich richtungsweisend: Am Mittwoch, 13. März, empfängt der SV Auersmacher den Tabellenfünften TuS Herrensohr.