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SV Auersmacher verliert in Oberliga gegen Pirmasens mit 1:5

Fußball-Oberliga : Pirmasens fertigt Auersmacher mit 5:1 ab

Der SVA hatte beim Auswärtsspiel einen schweren Stand. Dabei erhitzten sich die Gemüter der Gäste wiederholt an den Entscheidungen der Unparteiischen.

Was für eine verrückte Spitzengruppe in der Fußball-Oberliga Rheinland/Pfalz-Saar. Vor wenigen Wochen ließ der SV Auersmacher dem FV Diefflen beim 5:1-Sieg keine Chance. Eine Woche später gewann Diefflen klar mit 2:0 gegen den FK Pirmasens, und am Samstag schickte der FK Pirmasens den SV Auersmacher mit 5:1 nach Hause.

Dabei lief im Topspiel in Pirmasens so ziemlich alles gegen den SV Auersmacher. „Ich verstehe nicht, wie man dieses Schiedsrichtergespann zu diesem Topspiel schicken kann. Die drei haben uns am ersten Spieltag komplett verpfiffen und wurden danach drei Wochen aus dem Verkehr gezogen“, regte sich Jan Berger, der Trainer des SV Auersmacher, bereits vor dem Anpfiff auf.

Es brodelte schon vor dem Spielbeginn beim SVA. Als es losging, wurde es noch schlimmer. Spieler und Trainer des SV Auersmacher sprangen vor der Pause einige Male von der Bank auf und beschwerten sich über die Entscheidungen der Unparteiischen. Beim 2:0 für die FKP durch Luca Eichhorn in der 30. Minute hatte der Linienrichter mehr als fünf Sekunden die Fahne oben und signalisierte Abseits. Nach dem Tor lief Schiedsrichter Jan Schmidt zum Linienrichter. Beide unterhielten sich. Dann gab der Schiedsrichter das Tor. „Es war kein Abseits“, sagte Schmidt nach dem Spiel.

Die Verantwortlichen und die Spieler des SV Auersmacher flippten aus. Ob es Abseits war oder nicht, konnte ohne TV-Bilder nicht geklärt werden. Dennoch kamen beim SVA die Gedanken an den ersten Spieltag wieder zurück, und das brachte das Fass zum Überlaufen. André Hemmer, der Sportvorstand des SV Auersmacher, ging nach der Pause gar nicht mehr auf die Bank am Spielfeldrand. „Ich bleibe lieber auf der Tribüne, sonst fliege ich hier noch raus“, sagte Hemmer.

Ein bisschen Dampf entwich aus dem Kessel der Emotionen, weil der FK Pirmasens das Spiel schon vor dem Pausenpfiff entschieden hatte. Der SV Auersmacher war zwar spielerisch auf Augenhöhe mit der Heimelf, doch den Grün-Weißen klebte das Pech an den Füßen. Allen voran beim 22-jährigen Niklas Dahlem, der in den vergangenen Wochen zu einem Leistungsträger in der Innenverteidigung wurde.

In der 16. Minute foulte Dahlem den Pirmasenser Nico Schauss im Strafraum und Manuel Grünnagel verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:0. Luca Eichhorn erzielte nach dem 2:0 auch das 3:0 (38.) und flankte in der 43. Minute in den Auersmacher Strafraum. Dort wollte Dahlem per Kopf klären, traf aber ins eigene Tor zum 4:0.

„Es gibt Tage, da läuft einfach gar nichts zusammen. So einen Tag hatte ich heute“, sagte Niklas Dahlem, der in der Halbzeit für Oleksandr Luchyk ausgewechselt wurde. Zur Pause hätte es übrigens auch 4:2 stehen können. Niclas Judith per Kopf (45.) und Florian Simon mit einem Schuss aus zehn Metern (45.+2) scheiterten am starken Pirmasenser Torhüter Benjamin Reitz. „Pirmasens war einfach brutal effektiv, ähnlich wie wir gegen Diefflen. Aber das geht in Ordnung. Pirmasens will aufsteigen, und wir wollen die Klasse halten“, sagte Jan Berger. Luka Dimitrijevic erhöhte nach der Pause auf 5:0 (49.) und Maximilian Escher erzielte in der 57. Minute den Ehrentreffer für den SV Auersmacher. Dem hätten noch ein paar Tore folgen können. Doch Jan Rebmann (63.) und Florian Simon (75.) scheiterten erneut an Reitz. „Wir brauchen uns keinen Kopf machen. Solche Tage gibt es – beim Gegner klappt alles und bei einem selber nichts“, sagte SVA-Abwehrchef Lars Birster. Nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel. Der SV Auersmacher empfängt an diesem Samstag, 14 Uhr, den Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern II zur nächsten Spitzenpartie.