SV Auersmacher macht SF Köllerbach zum Tabellenführer, Spvgg. Quierschied besiegt TuS Herrensohr

Fußball-Saarlandliga : „Auch ein blindes Huhn findet halt mal ein Korn“

Der SV Auersmacher hat in der Fußball-Saarlandliga Spitzenreiter SV Elversberg II gestürzt. Neuer Tabellenführer sind die SF Köllerbach. Die Spvgg. Quierschied gewann das Derby gegen den TuS Herrensohr.

Sascha Schumacher, Abwehr-Spezialist und Co-Trainer von Fußball-Saarlandligist SV Auersmacher, strahlte nach dem Schlusspfiff der Partie beim Tabellenführer SV Elversberg II bis über beide Ohren. Kein Wunder, denn der 31-Jährige hat beim 2:0 (2:0)-Erfolg seiner Mannschaft beide Tore erzielt. Es waren seine beiden ersten Saisontreffer. „Auch ein blindes Huhn findet halt mal ein Korn“, sagte Schumacher – und lachte. Um dann etwas ernster zu ergänzen: „Normalerweise spiele ich ja linker Außenverteidiger. Jetzt durfte ich im zentralen Mittelfeld ran. Dadurch konnte ich schon mehr nach vorne machen als sonst.“

Beim 1:0 in der siebten Minute traf der 31-Jährige nach einer Flanke von Melvin Heid. Sekunden vor der Pause drückte Schumacher den Ball nach einer Hereingabe von Oliver Bickelmann über die Torlinie. In der zweiten Halbzeit verteidigte der SV Auersmacher mit viel Herzblut den 2:0-Vorsprung. „Das war ein richtig guter Auftritt von uns“, freute sich Schumacher. Seine Mannschaft verkürzte durch den Sieg beim bisherigen Tabellenführer den Rückstand auf Rang eins vor dem nächsten Top-Spiel am kommenden Freitag, 5. April, um 19 Uhr zu Hause gegen den neuen Spitzenreiter die SF Köllerbach auf sechs Zähler. Auf Platz zwei, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation bedeutet, sind es fünf Punkte Rückstand.

Die Köllerbacher konnten durch die Niederlage der Reservemannschaft des Regionalligisten SV Elversberg und den eigenen 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen den VfL Primstal den Spitzenplatz erklimmen. Die SV Elversberg II steht damit erstmals seit dem 15. Spieltag nicht mehr auf Rang eins. Allerdings hat Elversberg II – wie der SV Auersmacher – eine Partie weniger absolviert als die Konkurrenten im Aufstiegsrennen. Köllerbachs Spielertrainer Robin Vogtland sagt: „Es ist super für die ganze Liga, dass es nicht den Durchmarsch der SVE II zu geben scheint, nach dem es lange aussah.“

Beim 3:0-Erfolg gegen Primstal vor 120 Zuschauern knackten die SF Köllerbach den abstiegsbedrohten Gegner erst in der letzten halben Stunde. „Da haben wir die Lücken gefunden, auf die wir in der Pause hingewiesen haben“, freute sich Vogtland. Valentin Solovej traf in der 60. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus in den Winkel zum 1:0. Sascha Fess erhöhte in der 77. Minute nach einem Pass in die Tiefe auf 2:0, ehe Solovej in der Nachspielzeit einen Konter mit dem Treffer zum 3:0 abschloss.

Gejubelt wurde am Sonntag auch beim künftigen Club von Vogtland: Die Spvgg. Quierschied, zu der der 29-Jährige nach der Saison als Spielertrainer wechseln wird, gewann zu Hause das Derby gegen den TuS Herrensohr mit 1:0 (1:0). „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Uns sind schon ein paar Steine vom Herzen gefallen“, sagte Quierschieds sportlicher Leiter Kai Berrang – und atmete auf. Durch zuvor drei Niederlagen in Serie waren die Quierschieder in die Nähe der Abstiegsränge gerutscht. Jetzt haben sie ein Sechs-Punkte-Polster vor der „roten Linie“.

Das Siegtor für den Tabellenzehnten erzielte Marcel Jung, der nach einer Viertelstunde eine Flanke von Jens Lorang zum 1:0 verwertete. Den Angriff hatte Philipp Klein eingeleitet, der den verletzten Florian Weber in der Quierschieder Innenverteidigung vertrat. Kurz vor der Pause verpasste Jung die Chance auf das 2:0 für die Gastgeber, als er mit einem Foulelfmeter an Herrensohrs Torwart Georg Amann scheiterte.

Einmal hatte die Spvgg. Quierschied im zweiten Durchgang Glück: Zehn Minuten vor Schluss kam Herrensohrs Dominik Schokies im Strafraum im Laufduell mit Jens Lorang zu Fall. Die Gäste forderten Elfmeter, der Unparteiische Carsten Schyma ließ weiterlaufen. „Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn es da Strafstoß gegeben hätte“, gab Berrang zu. So blieb es jedoch vor 330 Zuschauern beim 1:0 für die Gastgeber, die auf ihren beruflich verhinderten Trainer Pascal Bauer – er wurde von Florian Weber und Marc Birkelbach vertreten – verzichten mussten.

Mehr von Saarbrücker Zeitung