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Fußball-Saarlandliga: SV Auersmacher glaubt an seine Chance

Fußball-Saarlandliga : SV Auersmacher glaubt an seine Chance

Der Saarlandligist muss bei Meister Herrensohr siegen und hoffen, dass Dillingen verliert – nur dann nimmt er an der Aufstiegs-Relegation teil.

Die Chance sei relativ gering, sagt Yannik Hoffmann, Defensivspieler des SV Auersmacher, zur Aussicht, am letzten Spieltag der Fußball-Saarlandliga  einen Platz gutzumachen. Als Tabellenvierter müssen die Grün-Weißen nicht nur ihr letztes Spiel an diesem Sonntag um 15 Uhr beim Meister TuS Herrensohr gewinnen. Sie müssen zudem hoffen, dass der Tabellenzweite Borussia Neunkirchen das parallel stattfindende Topspiel beim drittplatzierten VfB Dillingen gewinnt. Nur wenn beides eintritt, würde Auersmacher einen Rang vorrücken und dürfte an der Dreier-Relegation um den Oberliga-Aufstieg teilnehmen.

Normalerweise nimmt der Saarlandliga-Vizemeister an der Relegation teil. Weil Herrensohr auf den Aufstieg verzichtet, steigt der Zweite direkt auf und der Dritte spielt in der Relegation. Hoffmann ist sich sicher, dass das sein Verein sein wird. „Ich glaube fest daran, dass es so kommt“, bekräftigt der 26-Jährige. Ein Remis zwischen Dillingen und Neunkirchen würde dem SV Auersmacher nicht helfen, weil er dann bei einem eigenen Sieg nach Punkten mit dem VfB gleichziehen würde, aber den Direktvergleich verloren hat (2:2, 1:2). Gleiches gilt bei Punktgleichheit mit Borussia Neunkirchen, das drei Zähler mehr hat (2:2, 0:2).

Hoffmann sagt mit Blick auf die schwache Rückrunde seiner Mannschaft: „Hier und da hat uns sicher das Glück gefehlt. Aber wir haben in der Rückrunde auch zumeist keinen guten Fußball gespielt. Woran das nach der starken Vorrunde genau lag, weiß ich nicht. Was ich aber mit Bestimmtheit weiß ist, dass wir es selbst verbockt haben. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“ Die noch recht junge Mannschaft habe es „nicht geschafft, aus dem Negativtrott nach dem Winter rauszukommen. Wenn man mal in so einem Negativlauf drinsteckt, ist es ganz normal, dass man sich Gedanken macht. Dann ist es zum Großteil auch Kopfsache, wobei es keinesfalls nur die jüngeren Spieler sind, die betroffen waren.“

Erst am vergangenen Spieltag am Samstag beim 7:0-Kantersieg gegen Absteiger FSG Bous blitzte wieder jener Offensivfußball auf, der die Mannschaft von Trainer Andreas Wellner zu Saisonbeginn ausgezeichnet hatte. Ein Paradebeispiel für das, was der SV Auersmacher zu leisten imstande ist, bot auch das Hinspiel gegen Herrensohr, als die Grün-Weißen den TuS  mit 5:0 deklassierten. Das dürfte beim neuen Meister, der am Samstag mit dem 4:2 bei der Spvgg. Quierschied seinen achten Sieg in Folge feierte, noch im Hinterkopf stecken. Wobei Hoffmann sagt: „Das darf für uns keine Rolle spielen. Für uns geht es nur darum, alles zu tun, um die Minimalchance zu nutzen.“ Der Rest ist Hoffen auf Schützenhilfe. Falls es nicht klappt, bleibt nur der Blick auf die kommende Saison: „Ich denke, dass alle aus der Mannschaft aus der Rückrunde ihre Lehren ziehen werden.“