Streit um Sicherheit am neuen Kreisel

Rilchingen-Hanweiler. Nach zehn Jahren hartem Kampf in den verschiedensten Gremien und Ausschüssen und nach sechsmonatiger Bauzeit ist es am heutigen Donnerstag soweit. Der Kreisel in Rilchingen-Hanweiler, der die B 51, die L 106 Richtung Sitterswald und die Straße In der Lach miteinander verbindet, wird um 13.30 Uhr feierlich eröffnet

Rilchingen-Hanweiler. Nach zehn Jahren hartem Kampf in den verschiedensten Gremien und Ausschüssen und nach sechsmonatiger Bauzeit ist es am heutigen Donnerstag soweit. Der Kreisel in Rilchingen-Hanweiler, der die B 51, die L 106 Richtung Sitterswald und die Straße In der Lach miteinander verbindet, wird um 13.30 Uhr feierlich eröffnet. Ortsvorsteher Reiner Braun freut sich, dass mit der Fertigstellung des rund eine Million Euro teuren Kreisels ein großes Ziel erreicht wird. "Ich bin richtig glücklich, dass wir es geschafft haben. Das Verkehrsaufkommen an dieser Stelle ist erheblich, und durch den Kreisel wird vieles entschärft. Auch im Hinblick auf das kommende Thermalbad", sagt Braun, der sich mit seinen Ortsratsmitgliedern in den nächsten Sitzungen Ende August/Anfang September) Gedanken über die Gestaltung des Kreisel machen wird. "In Anlehnung an das Thermalbad soll das Thema der Gestaltung 'Wasser' lauten, darauf haben wir uns schon geeinigt. Wasser- und Stromleitungen liegen bereits. Zunächst einmal wird Rasen gesät", berichtet der Ortsvorsteher. Während Reiner Braun sichtlich zufrieden mit dem neuen Kreisel ist, kritisiert SPD-Ortsratsmitglied Berthold Krüger die Umsetzung der Bauarbeiten. "Im Ortsrat wurde uns ein Plan vorgelegt, in dem eine Fußgängerinsel in der Straße In der Lach vorgesehen war. Die Gemeinde hat anknüpfend an den Kreisel extra einen Gehweg zur Post bauen lassen - und jetzt fehlt die sichere Verbindung", regt sich Krüger auf. Der für den Bau des Kreisels zuständige Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) erklärt dazu, dass ursprünglich keine Fußgängerinsel vorgesehen war, damit die Bürger sicher über die Straße kommen. "In unseren Planungen war von einem überfahrbaren Fahrbahnteiler die Rede. Letztlich haben wir uns für eine kostengünstigere Markierung entschieden. Auch im Hinblick darauf, dass die Gemeinde Kleinblittersdorf in ihrer Straße vielleicht doch noch eine Querungshilfe bauen möchte", erklärt Klaus Kosok, Pressesprecher des LfS. Aber auch die Gemeinde wird sie nicht bauen, wie Thomas Broßius, der Leiter des Bauamtes der Gemeinde, mitteilte. "Die Straße ist an dieser Stelle schlicht und einfach zu eng. Es gibt Querungshilfen auf der B 51 und auf der L 106, so dass man jederzeit sicher auf den Gehweg in Richtung Post kommen kann. Vielleicht können wir die Fahrbahnmarkierung In der Lach noch farblich anders gestalten", sagt Thomas Broßius. Nach Informationen der SZ wäre eine Fußgängerinsel in der Straße in der Lach möglich gewesen, wenn sich die Grundstücksbesitzer in unmittelbarer Nähe des Kreisels kooperativer gezeigt hätten.