„So zu verlieren, ist absurd“

Eine strittige Situation entschied am Samstag das Saarlandliga-Spiel zwischen dem SV Auersmacher und Friedrichsthal. 3:2 gewann Auersmacher. Was die Friedrichsthaler sehr ärgerte.

Zum Jahresabschluss hat der SV Auersmacher in der Fußball-Saarlandliga drei Punkte eingefahren und überwintert mit 29 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Gegen den SC Friedrichsthal behielt der SVA am Samstag die Oberhand und siegte am Ende vor heimischem Publikum durch ein etwas kurioses Tor mit 3:2 (2:0).

"Endlich Winterpause"

Trotz des Sieges war Auersmachers Spielertrainer An dreas Wellner nicht vom Auftritt seiner Mannschaft überzeugt: "Unsere erste Halbzeit war okay, obwohl wir da schon nicht unser bestes Spiel gemacht haben. Im zweiten Durchgang haben wir viel zu wenig spielerische Akzente gesetzt. Bei unserem dritten Treffer war auch eine große Portion Glück im Spiel." Auf der Gegenseite sprach Andreas Fellhauer, Trainer des SC Friedrichsthal, von einer bitteren Niederlage: "Ein Punkt wäre heute sicherlich nicht unverdient gewesen. Das entscheidende Tor war natürlich richtig blöd. Aufgrund unserer vielen Verletzten bin ich froh, dass es endlich in die Winterpause geht."

Auersmacher erwischte einen Traumstart in die Partie und ging bereits in der 2. Spielminute in Führung. Nach einem langen Ball von Sascha Bickelmann passte Maurice Urnau auf Marco Wolf, der den Ball an Gästetorwart Jan-Peter Tjaden vorbeilegte. Die Hausherren standen in der Folge defensiv stabil und legten in der 28. Minute nach einem schnellen Angriff über Ricardo Hamann durch Urnau das 2:0 nach.

In der Halbzeitpause schien Fellhauer die richtigen Worte gefunden zu haben, denn der SCF war nach Wiederanpfiff klar die spielbestimmende Mannschaft. Ihre erste Chance ließen die Gäste bei Alden Hodzics Kopfball an die Querlatte noch liegen (56.), belohnten sich aber drei Minuten später mit dem Anschluss: Sascha Lang fand mit seinem Freistoß den Kopf von Amin Abdouni, der aus kurzer Distanz einnickte. Weitere zwei Minuten später schüttelte Louis Cupelli seine Gegenspieler ab, umkurvte SVA-Torhüter Florian Schworm und traf zum 2:2-Ausgleich. Auersmacher schaffte es erst in der Schlussphase, wieder mehr Druck auf das Friedrichsthaler Tor aufzubauen. In der 84. Minute gelang dem SVA schließlich noch der Siegtreffer. Als Tjaden einen langen Ball des SVA klärte, prallte er mit dem heranrauschenden Auersmacher Offensivakteur Felix Laufer zusammen. Beide blieben verletzt am Boden, jedoch ließ der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen. Philipp Weyers schaltete am schnellsten und traf aus über 30 Metern das unbewachte Tor. Tjaden machte seinem Ärger nach dem Spiel Luft: "Dort weiterlaufen zu lassen, ist einfach lachhaft. Der Gegenspieler trifft mich voll. Das muss er einfach pfeifen. So das Spiel zu verlieren, ist absurd." Durch die Niederlage rutscht der SC Friedrichsthal in der Tabelle auf Platz zwölf.

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