Zehn Jahre Engagement für alte Menschen : Zehn Jahre Engagement für alte Menschen

Rita May kommt einmal in der Woche ins Caritas Senioren-Zentrum Hanns-Joachim-Haus und betreut Demenzkranke.

()  „Warten Sie, ich mache Ihnen die Tür auf. Kommen Sie mit.“ Geduldig nimmt Rita May eine ältere Dame bei der Hand und zeigt ihr den Weg. Mit ihrer liebenswerten Art und ihrem freundlichen Gemüt ist sie im Caritas Senioren-Zentrum Hanns-Joachim-Haus ganz in ihrem Element. Im Ehrenamt hat die 67-Jährige für sich eine Erfüllung gefunden und eine sinnvolle Tätigkeit für ihren Alltag.

Einmal in der Woche – immer donnerstags – hilft Rita May im behüteten Wohnbereich St. Nikolaus bei Allem, was anfällt. „Hier leben Bewohnerinnen und Bewohner mit einer dementiellen Erkrankung“, erzählt sie.  „Ich helfe beim Essen anreichen und schaue, dass sie alles haben, was sie brauchen. Oder ich gehe mit den älteren Herrschaften spazieren.“

Am 2. August sind es genau zehn Jahre, seit Rita Mays erstem Kontakt mit dem Hanns-Joachim-Haus. Die Bliesransbacherin blickt zurück: „Als ich damals in Rente gegangen bin, wollte ich etwas Sinnvolles mit meiner neuen Freizeit anfangen. Ich habe mich daran erinnert, dass meine Schwiegermutter aus der Eifel als Kind hier bei den Schwestern vom Heiligen Geist auf Erholungskur war. Bis zu ihrem Tod litt sie auch an Demenz. Da lag es dann nahe, im Hanns-Joachim-Haus  anzurufen und zu fragen, ob ich mich irgendwie einbringen kann. Obwohl ich anfangs natürlich keine Ahnung hatte, ob ich das auch kann.“ Ihre Hilfe wurde dankend angenommen. Rita May hilft neben dem Einsatz auf dem Wohnbereich auch bei Veranstaltungen wie dem Sommerfest oder dem Kino-Nachmittag. „Ohne das Ehrenamt würde hier Vieles nicht laufen“, sagt die Leiterin der Soziales Betreuung, Beata Georg.

Doch ihre Tätigkeit im Hanns-Joachim-Haus ist nicht das einzige soziale Engagement von  Rita May. Derzeit hat sie zwei weißrussische Mädchen zu Gast. Drei Wochen verbringen die zwölfjährige Julia und ihre neunjährige Schwester Christina im Saarland, vermittelt über den Verein „Kinder von Tschernobyl“ Hilfe für Weißrussland. Durch die Ferienaufenthalte soll ein Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Kinder geleistet werden.

Ein Leben ohne Ehrenamt kann sich Rita May heute nicht mehr vorstellen: „Wenn die Leute mich erkennen und lächeln oder winken, auch wenn sie manchmal nicht genau wissen, wer ich bin, ist das ein unglaublich schönes Gefühl.“