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Retter dank neuer Wache schneller am Einsatzort

Retter dank neuer Wache schneller am Einsatzort

In acht Minuten muss ein Rettungswagen beim Patienten sein. Weil das von Brebach aus nicht zu schaffen ist, hat der Rettungszweckverband eine neue Wache an der oberen Saar gebaut.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat vor wenigen Tagen die Rettungswache in Kleinblittersdorf in Betrieb genommen. Rettungsassistent Kevin Friedrich und Rettungssanitäterin Jennifer Christmann sowie ein Notarzt fuhren von dort mit Blaulicht und Martinshorn zu ihrem ersten Einsatz nach Bliesmengen-Bolchen. Ein Patient hatte einen Krampfanfall. Nach sechs Minuten waren sie vor Ort. Früher wäre der Rettungswagen aus Brebach gekommen. Das hätte länger gedauert als die im Gesetz vorgeschriebenen acht Minuten. Deshalb entschied sich der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) für den Neubau. "Ein Gutachten hatte ergeben, dass die gesetzliche Hilfsfrist nicht einzuhalten war. Der Weg nach Hanweiler, Sitterswald oder Auersmacher war in acht Minuten nicht zu schaffen", sagt Lukas Hoor vom ZRF. Er rechnet mit bis zu 1000 Einsätzen im Jahr für die neue Wache. Ein Rettungswagen werde dort ständig stehen, berichtet der ASB-Rettungsdienstleiter Andreas Ratering. Bisher waren in Brebach zwei Rettungswagen stationiert. Einer fuhr nur am Tage. Dieses Fahrzeug steht jetzt in Kleinblittersdorf und ist rund um die Uhr einsatzbereit. "Dafür wurde auch neues Personal eingestellt. Vier Stellen wurden geschaffen", berichtet Andreas Ratering.

Die Rettungswache in Kleinblittersdorf kostete rund 470 000 Euro und wurde vom ZRF, dem Land und den Krankenkassen finanziert. Auch in Brebach soll eine neue Wache gebaut werden. Der ZRF suche derzeit ein Grundstück, erklärt Lukas Hoor.