SPD-Kandidat : Finanzexperte will Bürgermeister werden

Rainer Lang kandidiert bei der Kommunalwahl für die SPD in Kleinblittersdorf.

Seit dem Jahr 2012 ist Rainer Lang im Vorstand des SPD-Ortsvereins Bliesransbach. Seit 2014 ist er im Gemeinderat, und im Sommer 2018 hat er sich dazu entschlossen, das Amt des Bürgermeisters in Angriff zu nehmen.

„Ich habe bereits in den vergangenen Jahren gespürt, dass man in der Gemeinde viel bewegen und einiges verändern kann. Den Gedanken, als Bürgermeister zu kandidieren, hatte ich bereits im Kopf. Als dann die SPD-Ortsvereine und der Gemeindeverband auf mich zugekommen sind und mich gefragt haben, stand der Entschluss fest“, erklärt der 50-jährige Diplombetriebswirt.

Rainer Lang ist verheiratet und hat eine Tochter. Bei der Immobiliengruppe der Stadt Saarbrücken arbeitet der Ur-Bliesransbacher im Bereich Finanzen. Die Finanzen spielen auch in der mit weit über 20 Millionen Euro verschuldeten Gemeinde Kleinblittersdorf eine große Rolle. „Für mich hat die oberste Priorität, dass die Gemeinde ihre Eigenständigkeit behält. Die positiven Bilanzergebnisse der vergangenen Jahre müssen unbedingt fortgesetzt werden. Wir haben alle keine Lust, fremdbestimmt oder irgendwo angeschlossen zu werden“, sagt Rainer Lang. „Wir in der SPD haben viele Ideen, wie wir die Gemeinde nach vorne bringen können, zunächst müssen wir aber darauf achten, dass der finanzielle Rahmen eingehalten wird“, so der 50-Jährige weiter.

Der Bliesransbacher ist in unzähligen Vereinen in seinem Ort Mitglied und spielt zudem bei den Alten Herren der Oberen Saar noch aktiv Fußball. Bei den Ideen, wie man die Gemeinde voranbringen kann, hat der Bliesransbacher klare Vorstellungen. „Ich würde sofort dafür sorgen, das keine gemeindeeigenen Gebäude mehr verkauft werden. Man muss sich rechtzeitig darum kümmern, dass diese Gebäude erhalten bleiben. Es gibt eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten. Diese müssen ausgeschöpft werden“, so der SPD-Spitzenkandidat. Die maroden Straßen in der Gemeinde erneuern, das Modell einer echten Ganztagsschule auf den Weg bringen, die Musikschule ausbauen und für alle Bürger zugänglich machen sowie die Sicherheit der Bürger durch mehr Polizei oder sogenannte Streetworker erhöhen: Das sind weitere Themen, die Rainer Lang angehen möchte. „Wir haben knapp 11 000 Einwohner in der Gemeinde, und davon sind etwa 4100 über 60 Jahre alt. Wir müssen das gesamte Angebot für die Senioren verbessern, sonst bekommen wir Probleme“, so der 50-Jährige weiter.

Dass es insgesamt acht Kandidaten sind, die sich am 26. Mai zur Wahl des neuen Bürgermeisters stellen, sieht Rainer Lang positiv. „Das zeigt doch, dass das Interesse an der Kommunalpolitik und an der Gemeinde gewachsen ist. Das kann nur gut sein.“

Auf die Frage, was er zuerst tut, sollte er Bürgermeister werden, antwortet der 50-Jährige: „Ich würde in jedem Ortsteil einen Dialog mit den Bürgern führen und fragen, wo der Schuh drückt. Auf Anhieb etwas auf den Kopf zu stellen oder die Verwaltung umzukrempeln, ist nicht meine Art“, sagt Rainer Lang.