Punkteteilung im Topspiel

Im Spitzenspiel beim Saarlandliga-Dritten SV Auersmacher ist die Serie der Sportfreunde Köllerbach gerissen. Nach sieben Siegen in Folge reichte es am Samstag trotz einer starken ersten Halbzeit nur zu einem 2:2 (1:1).

Zwei unterschiedliche Halbzeiten bekamen die etwa 200 Zuschauer am Samstag auf dem Kunstrasenplatz in Auersmacher zu sehen. Die Fußball-Saarlandligisten SV Auersmacher und Sportfreunde Köllerbach trennten sich 2:2 (1:1). "Das war ein richtig interessantes Spiel, mit zwei sehr offensiven Mannschaften. Für die Zuschauer war das sicherlich schön", sagte SVA-Trainer Patrick Bähr.

Die Gäste, die sieben Siege in Serie gefeiert hatten, reisten mit breiter Brust an und begannen mit viel Schwung. Doch sowohl Arif Karaoglans Linksschuss als auch Daniel Reinhardts Kopfball verfehlten ihr Ziel. Der SVA hatte in der Folge mehr Ballbesitz, brachte aber wegen des starken Köllerbacher Pressings spielerisch kaum etwas zu Stande. Die Gäste sorgten für mehr Torgefahr und gingen in der 32. Minute in Führung: Der Köllerbacher Jan Issa kam nach einem Diagonalpass auf der linken Seite an den Ball und spielte zu Mohamed Benghebrid weiter, der aus kurzer Distanz zum 1:0 vollstreckte.

Die Angriffsbemühungen des Tabellendritten SVA wirkten oft konzeptlos. Der Ausgleich fiel nach der ersten sehenswerten Kombination der Heimelf. Nach einem Doppelpass wurde Philipp Weyers freistehend im 16-Meter-Raum angespielt. Gegen seinen Schlenzer war der Köllerbacher Torwart Matthias Kuhn machtlos (41. Minute).

In Halbzeit zwei kam Davit Bakhtadze, Spielertrainer des Tabellenachten, nach schnellem Umschaltspiel am gegnerischen Strafraum an den Ball und sorgte mit einem schönen Lupfer für die erneute Gästeführung (51.). Danach riss der SVA das Spiel an sich und schlug abermals in Person von Weyers zurück. Der Mittelfeldakteur spielte sich über die rechte Seite in den Strafraum. Sein Gegenspieler konnte ihn zwar noch zu Boden zwingen, doch Weyers bugsierte das Leder im Fallen über die Linie.

In der 69. Minute zappelte der Ball wieder im Köllerbacher Netz, jedoch hatte Andreas Weller seinen Gegenspieler vor dem Schuss weggestoßen, was vom guten Schiedsrichter Fabian Knoll zurecht abgepfiffen wurde.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit alles besser gemacht - Zweikampfverhalten, Laufwege und spielerisch. Es war extrem, wie unterschiedlich unsere Leistung war. Daher ist die Punkteteilung gerecht", sagte Bähr. Das sah auch Bakhtadze so: "Wir hätten in der ersten Halbzeit ein, zwei Tore mehr machen müssen. Wir haben nach dem Seitenwechsel gedacht, dass wir das Spiel locker heimschaukeln können. In Auersmacher ist das immer ein Fehler."