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Polizei nimmt in Sitterswald Raser ins Visier

Polizei nimmt in Sitterswald Raser ins Visier

Sitterswald. Mit mehr als 90 Kilometer pro Stunde rasen die Pkw auf der Landstraße 106 durch Sitterswald. Sowohl aus Rilchingen-Hanweiler kommend als auch aus Bliesransbach. Ein Problem, das viele Sitterswalder schon Jahre kennen, an dem sich aber bislang nichts änderte

Sitterswald. Mit mehr als 90 Kilometer pro Stunde rasen die Pkw auf der Landstraße 106 durch Sitterswald. Sowohl aus Rilchingen-Hanweiler kommend als auch aus Bliesransbach. Ein Problem, das viele Sitterswalder schon Jahre kennen, an dem sich aber bislang nichts änderte. Jetzt zwingt das Ergebnis einer von der Gemeindeverwaltung angeordneten Verkehrskontrolle zumindest zum Nachdenken. Gleich vier Führerscheine zog die Polizei in nur einer Stunde während der Kontrolle ein. Hinzu kamen zahlreiche Bußgelder. Eigentlich darf auf der 106 durch Sitterswald nur 50 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Geschwindigkeiten von mehr als 90 Stundenkilometern sind keine Seltenheit. "Das ist nicht erst ein Problem seit der Verkehrskontrolle. Wir kämpfen schon 20 Jahre gegen die Raser, die durch unseren Ort brettern", regt sich Harald Thieser, der Ortsvorsteher von Sitterswald, auf. Kaum ein Verkehrsteilnehmer hält sich an die vorgegebene Maximalgeschwindigkeit, wenn er nach Sitterswald rein- oder aus Sitterswald rausfährt. "Manchmal habe ich den Eindruck, es muss erst ein schlimmer Unfall passieren, bis endlich gehandelt wird", sagt Martin Baum von der SPD während der Ortsratssitzung, die das Thema als Schwerpunkt hatte. "Die L 106 trennt das Neubaugebiet Gehlbacher Hof vom übrigen Ort. Der fußläufige Verkehr und eine Fahrbahnüberquerung, bislang ohne Überquerungshilfe, sind bei den gemessenen Geschwindigkeiten nicht sicher", so Baum weiter. Eine erste Maßnahme, die zur Geschwindigkeitsreduzierung beitragen soll, sind große Tempo-50-Markierungen auf der Fahrbahn. Laut Ortsrat bringt aber nur eine bauliche Veränderung der Ortseingänge wirkliche Entlastung. Das Landesamt für Straßenwesen, das die baulichen Änderungen zu bezahlen hätte, prüft derzeit eine solche Maßnahme. "Bis dahin bleibt zu hoffen, dass Geschwindigkeitsübertretungen keine schwerwiegenden Folgen nach sich ziehen", heißt es im Ortsrat.