Ortsrat Kleinblittersdorf gibt Gemeinderat keine Empfehlung für Alte Ziegele II

Gebiet Alte Ziegelei II : Keine Empfehlung für neuen Bebauungsplan vom Ortsrat

Der Ortsrat hat in der vergangenen Woche nicht darüber abgestimmt, ob er dem Gemeinderat empfehlen will, einen neuen Bebauungsplan für das Gebiet „Alte Ziegelei II“ aufzustellen. Dort liegt auch das sogenannte Schloss Falkenhorst.

Die SPD im Ortsrat teilte mit, dass sie keine Entscheidung treffen wolle, die dazu beitragen könnte, dass der Schlossbesitzer indirekt quasi „enteignet“ wird. Nach einer Sitzungsunterbrechung und Beratung kam die CDU zum selben Ergebnis.

Vor zwei Jahren wäre aus Schloss Falkenhorst beinahe ein Bordell geworden. Eine Bürgerinitiative hatte das verhindert. Damit künftig ausgeschlossen werden kann, dass in das Gebiet „Alte Ziegelei II“ ein Bordell oder ähnliche Vergnügungsstätten kommen, möchte die Gemeindeverwaltung einen neuen Bebauungsplan für das Gebiet aufstellen. Wie die Landesplanung der Gemeinde allerdings mitteilte, kann das Gebiet nur ein Gewerbegebiet werden und kein Mischgebiet, in dem auch Wohnraum möglich ist. Wenn aber die „Alte Ziegelei II“ zum Gewerbegebiet würde, dann dürfte niemand mehr in Schloss Falkenhorst wohnen.

„Ich werde damit quasi enteignet. Ich kann in meinem eigenen Haus nicht mehr wohnen. Wieso hat von der Gemeindeverwaltung noch niemand mit mir geredet? Es muss doch möglich sein, hier eine ordentliche Lösung zu finden“, sagte der Schlossbesitzer in der öffentlichen Ortsratssitzung.

Die Bordell-Thematik ist derweil immer noch vor Gericht. Das Oberverwaltungsgericht hat den Antrag auf Berufung des möglichen Bordell-Betreibers zugelassen.

Allerdings versicherte der Schlossbesitzer im Ortsrat: „Es wird kein Bordell in Schloss Falkenhorst geben. Alle Verträge zu dieser Sache sind schon seit Mai 2018 gekündigt.“ Die endgültige Entscheidung über einen neuen Bebauungsplan liegt beim Gemeinderat.

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