Nistplatz wartet auf Familie Storch

Der Naturschutzbund (Nabu) Fechingen-Kleinblittersdorf macht Störchen ein verlockendes Nistangebot. Mit dem Erstbezug ist aber erst zu rechnen, wenn die Vögel aus den Winterquartieren zurückkehren.

 Profis montieren den von der Storchennisthilfe gekrönten Mast.
Profis montieren den von der Storchennisthilfe gekrönten Mast.

Die Umweltschützer vom Naturschutzbund (Nabu) errichteten bei Bliesransbach einen Storchenhorst. Die Entscheidung fiel für die Blies aue südlich des Dorfes. Dort ist es ruhig, und es gibt auf den feuchten Grünflächen genug Beutetiere. Dort suchten rastende Weißstörche schon früher Nahrung.

Die Storchenhorst-Bauer hatten Hilfe. Stromlieferant Energis spendierte einen Mast und montierte ihn. Weiterer Förderer der Aktion Storchenhorst war Stefan Weszkalnys. Er steuerte ein altes Wagenrad als Unterlage für das Nest bei. Bliesgau-Ranger Michael Keßler stellte auf seinem Privatgelände den Standort für den Storchenhorst bereit. "Wir freuen uns über so viel Unterstützung und sind froh, dass wir mit dem Horst einen weiteren wichtigen Beitrag für den Vogelschutz leisten können", sagte Teresa Feld vom Nabu. Sie hatte das Ganze in die Wege geleitet. Feld mahnt aber zur Geduld. "Die Störche werden sich den neuen Horst wohl erst einmal im Vorbeifliegen anschauen und dann ab etwa Ende September, Anfang Oktober in den Süden ziehen. Als Erste kommen die Herren zurück, denn sie reservieren die Wohnungen. Die Damen kommen nach."

Und dann könnte es etwas werden mit dem Storchenzuwachs. Bliesgau-Ranger Keßler ist jedenfalls schon guter Dinge. "Störche bringen ja bekanntlich den Nachwuchs. Den kann die Gemeinde Kleinblittersdorf gut gebrauchen. Mit etwas Glück, das beim Kinderwunsch eine erhebliche Rolle spielt, gibt es ein erfolgreiches Geburtenjahr 2015."