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Saisonstart beim SV Auersmacher: Mit Rückkehrer Cuccu ran an die Spitze

Saisonstart beim SV Auersmacher : Mit Rückkehrer Cuccu ran an die Spitze

Der SV Auersmacher will das Ergebnis der Vorsaison auf keinen Fall unterschreiten. Daraus macht Trainer Andreas Wellner kein Hehl.

Seit zwei Wochen läuft bei Fußball-Saarlandligist SV Auersmacher die Vorbereitung auf die Saison. Die vorherige war geprägt von zwei unterschiedlichen Halbjahren und endete für die Grün-Weißen auf Platz vier. Es war für das Team von Trainer Andreas Wellner eine verpasste Chance auf die erhoffte Oberliga-Rückkehr, denn trotz Negativbilanz nach dem Winter durfte der SVA bis zum letzten Spieltag auf den Aufstieg hoffen. Ob eine solche Chance so rasch wiederkommt? Wellner ist sich da nicht so sicher: „Es wird diesmal schwerer, ganz oben dabei zu sein.“

Neben Borussia Neunkirchen nennt er die Oberliga-Absteiger SV Saar 05 und FV Eppelborn als Top-Kandidaten auf einen Spitzenplatz. Auersmacher startet Ende Juli mit einem Heimspiel gegen den FV Schwalbach in die Runde. „Das ist der Punkt, auf den wir hinarbeiten“, sagt Wellner – und ergänzt angesichts des nächsten Duells: „Gegen Schwalbach haben wir nach dem 0:1 in der Rückrunde noch was gutzumachen. Sie sind nach dem Abgang von Yannick Nonnweiler (Mit-Torschützenkönig nach nach 23 Toren ging zu den SF Köllerbach; Anm. d. Red.) schwer einzuschätzen. Wir spielen zwar zuhause, aber das ist ein unbequemer Gegner.“

Im Heimspiel der Vorsaison hatte Auersmacher den Aufsteiger noch 5:1 besiegt – mit diesem Ergebnis endete am Montag auch das dritte Testspiel. Lucas Hector und Melvin Heid trafen beim 5:1 über Ex-Oberligist SC Hauenstein doppelt. Zudem glückte Neuzugang Nils Cuccu das erste Tor für Auersmacher seit der Rückkehr. Der Franzose war 2013 zum Lokalrivalen SV Bübingen gewechselt. Nun kehrte der 29-Jährige mit der Empfehlung von 22 Toren im Vorjahr und deren 82 in vier Saisons zurück – eine „absolute Verstärkung“, betont Wellner.

Das gilt auch für Patrick Jantzen, der fünf Jahre nach seinem Wechsel zu Röchling Völklingen jetzt ebenfalls aus Bübingen den Weg zurückfand. Für den 26-jährigen Mittelfeldakteur lief die Rückkehr denkbar schlecht: Gleich im ersten Test gegen den Neu-Ligarivalen FC Rastpfuhl fiel Jantzen unglücklich auf die Schulter und fehlt seitdem.

Der Auftrakt verlief holprig

Auch sportlich lief der Auftakt holprig: Beim Blitzturnier des SV Bliesmengen-Bolchen folgte einem 1:1 samt Elfmeter-Niederlage gegen Rastpfuhl ein 1:2 gegen die Gastgeber. Felix Laufer und Heid trafen für den SVA. Mit dem Auftritt gegen Hauenstein war Wellner zufrieden: „Da hat das Team einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Hauenstein hat zwar einen Umbruch hinter sich und eine junge Truppe. Aber wir haben uns gut verkauft“, sagte er.

Mit Lukas Philipp und Marius Bauer kamen dabei zwei weitere junge Eigengewächse zum Einsatz, die nach guten Leistungen in der Landesliga-Reserve fortan zum Saarlandliga-Kader zählen. Den vier Neuen stehen die Abgänge von Sven Schreiber (FSV Jägersburg), Dominik Schommer (FC Kleinblittersdorf) und Christoph Fuhr, der sich auf die Arbeit als Athletik-Trainer beim 1. FC Saarbrücken konzentriert, gegenüber. Fuhr zog es deshalb zu Verbandsliga-Aufsteiger FV Bischmisheim.

Coach Wellner: „Das sind herbe Verluste“

„Sportlich wie menschlich sind das herbe Verluste“, sagt Wellner über die Abgänge, sieht sein Team aber auf einem guten Weg: „Körperlich sind wir gut dabei. Der Kader ist breit besetzt, wir können in jedem Training gut arbeiten.“ Ein Hauptaugenmerk liege auf der defensiven Stabilität, die dem SVA gerade in der Rückrunde oft abhandenkam. Konkrete Ziele werde man intern definieren, sagte der SVA-Trainer, wobei Wellner andeutete, dass er mit Auersmacher erneut hoch hinaus will: „Wir wollen uns sicher nicht verschlechtern.“