Manfred Paschwitz setzt sich schon seit Jahrzehnten ein für Auersmacher

Serie Menschen im Regionalverband : Dorf-Fan packt mit an für Auersmacher

Manfred Paschwitz tut seit Jahrzehnten viel in seiner Wahlheimat. Ein besonderer Adventskalender gehört dazu.

Wetterfeste Jacke, Jeans, robuste Schuhe. Manfred Paschwitz’ Garderobe passt zu diesem erfüllten Novembertag eines Mannes, der zupacken kann, der Aufgaben ohne Umschweife erledigt. Im Kleinen wie im Großen.

Beispiel: der VW-Bus der Familie. Er ist für die kommenden fast vier Wochen bereits von den hinteren Sitzreihen befreit und bietet Platz für Ausrüstung. Es sind die Utensilien für den Auersmacher Adventskalender, also Tisch, Kocher und Glühwein, die Paschwitz und seine Helfer Tag für Tag zu den jeweiligen Schauplätzen der Aktion bringen werden (siehe unten stehenden Artikel). 450 Liter Glühwein sind schon gekauft. An die alkoholfreie Variante für Kinder ist genauso gedacht. Um die 250 Liter sind davon pro Saison einzukalkulieren.

Am kommenden Sonntag beginnt im Dorf an der Oberen Saar das elfte große vorweihnachtliche Beisammensein, angereichert mit Texten, Liedern und Instrumentalmusik. Paschwitz und seine Familie sind von Anbeginn die Motoren dieser adventlichen Treffen vor schön geschmückten Fenstern.

Die Beliebtheit auch im elften Jahr macht ihn stolz. „Das erste Fenster war schon im Mai vergeben.“ Die ins Dorf investierte Zeit und Paschwitz’ Organisationstalent tragen schon lange Früchte. Seit 35 Jahren setzt sich der Neu-Siebziger dafür ein, dem Ort einen Treffpunkt zu geben, ein Haus, das von Auersmachers bäuerlicher Geschichte erzählt und doch ganz in der Gegenwart verankert ist.

Es ist das Alte Bauernhaus gegenüber der Auersmacher Kirche, um das sich Paschwitz mit dem Förderkreis Heimatmuseum und Dorfgeschichte kümmert.

Dass es dort so lebendig zugeht, macht ihn stolz. Schon am Samstag steht die nächste Gruppe auf der Matte, 20 Pilger, die, angeführt von Regionalentwickler Peter Lupp, vom Wintringer Hof herüberkommen. Die Auersmacher empfangen sie mit Kaffee und Kuchen. Solche Besuchergruppen schauen oft herein, stärken sich mit Süßem oder Deftigem. Diese Mischung aus den großen und kleinen Erfolgen für Auersmacher, erreicht durch Zusammenhalt, treibt den gebürtigen Jägersfreuder Paschwitz an.

Die neue Küche, das schöne, aber noch nicht vollendete Pflaster im Hof, das nächste Fest: Vollendetes mischt sich beim Spaziergang mit Paschwitz durch das Auersmacher Heimatmuseum mit den kommenden Aufgaben.

Über all dem vergisst der Familienmensch nicht die Freude an den gemeinsamen Aktivitäten mit seiner Frau, den beiden Kindern und den vier Enkeln. Vor den turbulenten Adventskalenderwochen stand jetzt eine bewusst eingeschobene Auszeit des Ehepaares Paschwitz in Bad Dürkheim. Einen Schlussstrich gezogen hat der Christdemokrat mit der jüngsten Kommunalwahl unter sein politisches Engagement im Gemeinderat und auf Regionalverbandsebene. Den Ausstieg aus diesem Teil seines ehrenamtlichen Einsatzes für die Allgemeinheit beschloss er schon im Sommer 2018. Dass Paschwitz Spuren hinterlassen und Sympathien über Parteigrenzen hinweg erworben hat, zeigte der Andrang beim Geburtstagsempfang am 9. November. „Dort waren genauso viele Rote wie Schwarze.“

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