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Kleinblittersdorfer Zoff um neues Baugebiet Vor dem Allment geht weier

Kommunalpolitik : Kleinblittersdorfer Bauland-Streit geht weiter

Seit die Grünen eine Grünfläche als neues Baugebiet für Kleinblittersdorf ins Gespräch gebracht haben, stoßen sie damit auf den Widerstand der Anrainer und der CDU. Aber es gibt auch Stimmen für neues Bauland.

Im kommunalpolitischen Streit an der Oberen Saar um ein neues Baugebiet im Gemeinde-Ortsteil Kleinblittersdorf steht diese Woche die nächste Runde an. Es geht um die Zukunft des Geländes „Vor dem Allment“.

Die Grünen machten sich in Kleinblittersdorf vor zwei Jahren auf die Suche nach möglichen Neubaugebieten. „Vor dem Allment“ schien prädestiniert dafür. Das gesamte Gelände ist im Besitz der Kommune. Und der Gemeinderat fasste bereits 1999 einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan.

Doch das Vorhaben ist umstritten. Anrainer haben die Fläche seit Jahrzehnten von der Gemeinde gemietet und daraus Gärten gemacht. Diese Anwohner wollen kein Neubaugebiet und haben das in öffentlichen Sitzungen immer wieder betont. Die CDU steht auf der Seite der Anwohner. SPD und FDP sind eher für das Neubaugebiet. Ende des vergangenen Jahres verteilte die Bürgergemeinschaft „Vor dem Allment“ ein Flugblatt in Kleinblittersdorf, um den Sachverhalt zu erläutern.

Wie die Grünen mitteilten, stehen auf dem Flugblatt Unwahrheiten, und sie verteilten ein eigenes Exemplar in Kleinblittersdorf.

Die Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Rainer Lang (SPD) gehen relativ gelassen mit der Situation um. Der Baugebietsstreit hatte bereits in der Amtszeit des parteilosen Bürgermeisters Stephan Strichertz begonnen. Sein Nachfolger Lang rollte alles von vorn auf. Stellungnahmen von Behörden und Versorgungsträgern wurden eingeholt. Im Dezember gab es im Gemeinderat von Kleinblittersdorf die Mitteilung von der Gemeindeverwaltung, dass von offizieller Seite nichts gegen ein neues Baugebiet spreche.

Am kommenden Mittwoch, 17.30 Uhr, ist das Gelände „Vor dem Allment“ wieder Thema für die Ortsratssitzung in der Spiel- und Sporthalle. Die CDU möchte den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan aufheben und hat die Unterstützung der Anlieger. Grüne, SPD und FDP wollen das neue Baugebiet. Die Stimmenmehrheit haben Grüne, SPD und FDP.