Keine Spur vom mutmaßlichen Doppelmörder aus Hanweiler

Keine Spur vom mutmaßlichen Doppelmörder aus Hanweiler

Fast sechs Wochen nach dem Fund der Leichen des Rentnerpaares Maria (81) und Manfred Engelhardt (80) aus dem Kleinblittersdorfer Ortsteil Rilchingen-Hanweiler fehlt von dem Tatverdächtigen Sohn Frank weiter jede Spur.

Polizeisprecher Stephan Laßotta sagte gestern: "Alle Ermittlungsansätze wurden überprüft und abgearbeitet. Es gibt bislang keine heiße Spur. Wir hoffen weiter auf Hinweise, die uns zum Aufenthaltsort des Gesuchten führen." Auch eine gezielte Öffentlichkeitsfahndung nach dem 46-Jährigen, gegen den ein europäischer Haftbefehl vorliegt, blieb ohne Erfolg. Frank Engelhardt ist 1,88 Meter groß und hat eine kräftige Figur mit Bauchansatz. Er trägt kürzere rot-braune Haare oder eine Glatze, beziehungsweise kurz rasierte Haare. Er wird als kontaktscheu und psychisch auffällig sowie teilweise ungepflegt beschrieben und soll eine Hand zwanghaft auf und ab bewegen. Die ursprünglich mit sieben Beamten besetzte Mordkommission "Teppich" wurde jetzt personell reduziert. Engelhardt wurde nach Polizeiangaben zuletzt am 9. März in der Nähe des Tatortes in der Bahnhofstraße 58 in Hanweiler gesehen. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Eltern bereits seit Monaten tot. Die Ermittler gehen nach gerichtsmedizinischen Untersuchungen davon aus, dass das betagte Paar bereits Mitte oder Ende letzten Jahres durch "zahlreiche Schläge mit stumpfen und spitzen Gegenständen gegen den Kopf" erschlagen wurde. Die skelettierte Leiche der Frau lag unter einer Bettdecke in einem Pflegebett. Die Leiche des Mannes war in einen Teppich auf dem Boden eingerollt.

Hinweise an den Kriminaldauerdienst, Tel. (06 81) 962 21 33.

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