Grundschule Auersmacher bietet mit 16 Computern neue Unterrichtsformen

Spende : Mit Tablets geht’s in die Lern-Zukunft

Grundschule Auersmacher wartet nach großer Computerspende mit neuen Unterrichtsformen auf.

Es hatte was von einer Bescherung, als die Kinder der Saar-Blies-Grundschule in Auersmacher ihre neuen Tablets auspackten. Für funkelnde Augen und strahlende Gesichter sorgten die etwa DIN-A4-Blatt großen Computer, mit denen die Kinder in Zukunft lernen. „Wir wollen jetzt die Digitalisierung in unserer Grundschule starten. Wir haben 16 Tablets angeschafft, und jede unserer vier Klassen soll damit zwei Unterrichtsstunden pro Woche lernen“, sagt Thomas Steimer, der Leiter der Grundschule.

Damit liegen die Auersmacher sogar vor den 29 Saarbrücker Grundschulen. „Als erste Grundschule startet bald die Freiwillige Ganztagsgrundschule Am Ordensgut mit einem Klassensatz Tablets und interaktiven Beamern in allen Klassenräumen“, sagt Stadtsprecher Thomas Blug.

In Auersmacher werden die Schüler zunächst in Mathematik und Deutsch auf den kleinen Computern unterrichtet. Zudem sollen sie für den Sachkunde-Unterricht recherchieren. Dabei sitzt der Lehrer mit einem Computer vorn, der mit den Tablets der Jungen und Mädchen verbunden ist. „Die Kinder können so schneller und gezielter lernen. Wie man sieht, macht ihnen die Arbeit mit den Tablets schon Spaß. Ein schöner Nebeneffekt bei dieser Arbeit ist, dass viel Papierkram wegfällt. Wir haben die Testphase gestartet und lassen uns mal überraschen, wie die ersten Monate verlaufen“, sagt der Schulleiter, ein Fan dieser digitalen Lehrmethode.

Auch die anderen Lehrer der Saar-Blies-Grundschule sind mit Begeisterung dabei und haben bereits Fortbildungen für diese neue Art des Unterrichts besucht. Möglich gemacht hat das alles der Förderverein der Grundschule, der rund 10 000 Euro für die Tablets ausgab. „Ich arbeite selber bei einem Software-Unternehmen, und ich weiß, wie wichtig die Digitalisierung heute ist. Sie wird noch viel wichtiger werden. Deshalb haben wir uns zu dieser Investition entschlossen“, sagt Denitza Fuchs, die Vorsitzende des Fördervereins. Ein ganz wichtiger Baustein bei diesem digitalen Unterricht ist die Internetverbindung. Ohne die richtige Verbindung funktioniert das Ganze nicht.

„Wir haben in allen drei Grundschulen der Gemeinde Kleinblittersdorf einen Highspeed-Internetanschluss. Die Grundschule in Rilchingen-Hanweiler ist bereits freigeschaltet, die Grundschulen in Auersmacher und Kleinblittersdorf folgen in Kürze“, sagt Stephan Strichertz, der Bürgermeister von Kleinblittersdorf. Er lobte den Förderverein für dieses Engagement.

„Wir haben uns zudem bei einem neuen Bundesprogramm angemeldet. Hierbei soll Glasfaserkabel direkt bis in die Schulen verlegt werden, damit künftig noch schnelleres Internet ohne Probleme möglich ist“, sagt Strichertz, der diese Form des Unterrichts gern in allen Grundschulen hätte. „Wir haben 17 000 Euro für diese Zwecke im Haushalt für die Grundschulen eingestellt. Wir wären schon längst so weit, wenn sich Bund und Länder endlich mal über die Förderung einig wären. Alle wollen diese Digitalisierung voranbringen, aber sie sind sich nicht einig, wie“, sagt der Bürgermeister und schüttelt den Kopf.

Die Auersmacher haben die Digitalisierung in ihrer Grundschule nun aus eigener Kraft gestartet, und das soll ein Pilotprojekt für alle anderen Grundschulen sein.

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