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Gemeinderat Kleinblittersdorf
Grünschnitt-Entsorgung vorerst kostenlos

Grünschnitt kann man weiterhin kostenlos in der Kompostieranlage in Auersmacher entsorgen lassen.
Grünschnitt kann man weiterhin kostenlos in der Kompostieranlage in Auersmacher entsorgen lassen. FOTO: Heiko Lehmann
Kleinblittersdorf. Die Kleinblittersdorfer können aufatmen: Von weiteren Gebühren bleiben sie verschont. Von Heiko Lehmann

Das Abgeben von Grünschnitt auf der Kompostieranlage in Auersmacher bleibt für die Bürger vorerst doch kostenlos. Das teilte Bürgermeister Stephan Strichertz am Donnerstag im Gemeinderat nach Anfrage der CDU-Fraktion mit. Der Entsorgungsverband Saar (EVS) koordiniert seit dem 1. Januar 2018 alle Kompostieranlagen im Saarland und die jeweiligen Städte und Gemeinden müssen Abgaben an den EVS bezahlen. Die Städte und Gemeinden können deshalb Gebühren von den Bürgern verlangen. Dies wollte auch die Gemeinde Kleinblittersdorf, allerdings fehlte auf der Sitzungsvorlage am Donnerstag der entsprechende Tagesordnungspunkt. „Landesweit gibt es Städte und Gemeinden, die komplett auf Gebühren verzichten, dann gibt es Städte und Gemeinden, die ihre Gebühren erhöhen und es gibt eine dritte Gruppe, die kostendeckende Gebühren erhebt. Wir gehören zu einer vierten Gruppe, die noch nicht entschieden hat, wie sie vorgeht“, erklärte der Bürgermeister. Am 9. März öffnet die Kompostieranlage in Auersmacher, und bis der Gemeinderat etwas anderes beschlossen hat, können die Bürger ihren Grünschnitt in Mengen bis zu zwei Kubikmetern kostenlos abgeben. Da die Kompostieranlage in Auersmacher ein sehr gut gehendes Modell war, das sogar eigenen und zertifizierten Kompost herstellte, fragte Manfred Paschwitz von der CDU, ob man die Anlage nicht an einen privaten Investor verkaufen könne, um somit das bewährte Modell beizubehalten. Die Gemeindeverwaltung wird die Idee prüfen.


Was die Dächer der Minigolfanlage in Rilchingen-Hanweiler angeht, musste der Gemeinderat doch keine Entscheidung fällen. Der Investor wollte eine Änderung des Bebauungsplanes, um Flachdächer statt Satteldächer über die Anlage bauen zu können. Doch da bereits der Ortsrat von Rilchingen-Hanweiler entschieden nein zu den Flachdächern sagte, zog der Investor noch vor der Gemeinderatssitzung seinen Antrag zurück. Ziemlich schwer tat sich der Rat bei der Grundsatzentscheidung bezüglich des geplanten, gemeinsamen Feuerwehr-Gerätehauses für die Löschbezirke Kleinblittersdorf und Bübingen. Da in dem Beschlussvorschlag von der Gemeindeverwaltung explizit drin stand, dass die Gemeinde ein neues Feuerwehr-Gerätehaus baut, gab es viele Diskussionen darüber. Auch, weil der Stadtrat von Saarbrücken erst im März darüber abstimmen wird. Die Sitzung wurde zur Beratung der Parteien unterbrochen und schließlich wurde für einen CDU-Vorschlag gestimmt. Dieser beinhaltet, dass grundsätzlich alle für ein neues Gerätehaus sind, aber die Gemeindeverwaltung zunächst die Realisierungsmöglichkeiten prüfen soll. Einfacher waren die Beschlüsse zu den geplanten Änderungen in zwei Bebauungsplänen. Diese wurden für ein neues Wohngebiet in Auersmacher und für die ehemalige Gaststätte „Wolfsbuche“ in Kleinblittersdorf n beschlossen.