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Kommunalpolitik
Grüne wollen neue Brücke nach Frankreich

 Die Brücke soll die Straße An der Saarfahrt (rote Markierung links oben) in Hanweiler verbinden mit der Insel zwischen Saar und Kanal. Von dort geht’s runter über die kleine Brücke am Chemin du Moulin (rechts oben).
Die Brücke soll die Straße An der Saarfahrt (rote Markierung links oben) in Hanweiler verbinden mit der Insel zwischen Saar und Kanal. Von dort geht’s runter über die kleine Brücke am Chemin du Moulin (rechts oben). FOTO: Google Earth
Rilchingen-Hanweiler. Fraktion im Regionalverband möchte kürzeren Weg von Rilchingen-Hanweiler nach Welferdingen. Nicht nur für Touristen. red/ole

Frankreich wirkt zum Greifen nahe in Rilchingen-Hanweiler, wo die Grenze nur ein paar Meter vom Ufer weg durch die Saar verläuft. Vom Nachbarland aus, genauer von Welferdingen, sind die kleinen Wohnstraßen des deutschen Grenzortes bis in die Details der Gartengestaltung zu sehen. Doch noch trennen der Saar-Altarm, eine Insel und das Wasser des Saar-Kanals die Orte. Das soll sich ändern. Für die Langstreckenwanderer auf dem Jakobsweg, die den Tourismus in die Region bringen. Und für die Menschen, die an der Grenze leben.


Eine kleine Brücke könnte das Hin und Her an der Grenze erleichtern, soll die Wege von Welferdingen zur Saarbahn in Hanweiler verkürzen und den Besuch beim Nachbarn zum Katzensprung machen. Von der Straße An der Saarfahrt in Rilchingen-Hanweiler würde die Brücke auf die Insel zwischen Saar-Altarm und Kanal führen. Von dort ist es nicht weit zur kleinen Brücke am Chemin du Moulin rüber zur Rue de la Sarre und zur Rue de France.

Die Grünen bringen ihren Brücken-Antrag an diesem Mittwoch ein in die Sitzung des Ausschusses für Regionalentwicklung, Umwelt und Planung. Sie möchten das Wissen der Regionalverbandsverwaltung nutzen. Die soll prüfen, wie die Brücke zu bezahlen wäre. Dafür, so fordern die Grünen, spricht die Verwaltung auch mit Vertretern der Gemeinde Kleinblittersdorf und der Stadt Saargemünd. Die Grünen-Fraktion geht davon aus, dass der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo bis Ende Oktober der Regionalversammlung schriftlich die Ergebnisse der Gespräche präsentieren kann. Damit könnte die Regionalversammlung bei den Beratungen für den Haushalt 2020 weitere Schritte beschließen wie eine fundierte Machbarkeitsstudie oder Kosten-Nutzen-Analysen.



Eine Fußgängerbrücke an dieser Stelle wäre nach Ansicht der Grünnen eine Möglichkeit, beide Orte näher zusammenzubringen und das kulturelle, sportliche und kirchliche Leben wiederzubeleben. Sie wäre zudem die Möglichkeit, „der weiteren Verödung des Hanweiler Ortskernes entgegenzuwirken und neue Saarbahn-Fahrgäste aus Welferdingen und den angrenzenden Neubaugebieten zu gewinnen“. Letzteres sei angesichts der eingebrochenen Fahrgastzahlen am Haltepunkt Hanweiler wichtig. Insbesondere könnte nach Ansicht der Fraktion der auf französischer Seite verlaufende Saar-Radweg touristisch besser mit Hanweiler, dem Hanweiler Bahnhof und der Saarland-Therme verbunden werden. Vorbilder seien die Freundschaftsbrücken zwischen Kleinblittersdorf und Großblittersdorf sowie zwischen Habkirchen und Frauenberg.