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Gemeinderat
Unwetterfolgen: Gemeinderat berät über Nachtragshaushalt

Kleinblittersdorf. Der Gemeinderat von Kleinblittersdorf stimmt in seiner Sitzung, heute, 17.30 Uhr in der Mensa der Gemeinschaftsschule über den Nachtragshaushalt 2018 ab. Im Finanzhaushalt kommt es zu einer Mehrbelastung von 770 000 Euro. Von Heiko Lehmann

600 000 Euro werden in die Sanierungen der Schulen in der Gemeinde gesteckt, wobei die Gemeinde nur 60 000 Euro bezahlen muss. 540 000 Euro kommen aus Fördertöpfen. 170 000 Euro Mehrkosten werden für den Anbau an das Historische Rathaus in den Haushalt eingestellt. Grundstücksverkäufe sollen die direkte Belastung für die Gemeinde von 230 000 Euro ausgleichen. Anders sieht es beim Ergebnishaushalt aus. Dort beträgt der Nachtrag 2,2 Millionen Euro wegen des Unwetters vom 1. Juni. Normalerweise bekäme die Gemeinde den neuen Kredit wegen ihrer Schulden von der Kommunalaufsicht nicht genehmigt. Da die Folgen des Unwetters aber als besondere Belastung gelten, winkt die Kommunalaufsicht den Nachtrag in voller Höhe durch.


Somit wird das geplante Jahresdefizit der Gemeinde von einer Million auf 3,2 Millionen Euro steigen. Die Folgen der höheren Kreditsumme bekommt die Gemeinde allerdings zu spüren. Denn dadurch steigen auch die zu zahlenden Zinsen.

Nicht in diesem Nachtragshaushalt enthalten sind die Folgen des unwetterbedingten Brücken-Einsturzes am Ortseingang von Bliesransbach. Notwendig ist hier ein Neubau, dessen Preis die Verwaltung in den Haushalt 2019 einstellen wird. Was eine neue Brücke kostet, ist derzeit aber noch unklar.