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Gemeinderat gibt grünes Licht für Bordell in Kleinblittersdorf

Kleinblittersdorf. Martin Rolshausen

Der Beschluss des Kleinblittersdorfer Gemeinderats, im Schloss Falkenhorst an der B 51 ein Bordell zuzulassen, sorgt in der Gemeinde für heftigte Diskussionen. Ende Juni hatte der Gemeinderat auf Antrag von Bürgermeister Stephan Strichertz (parteilos) eine Veränderungssperre für das Grundstück, auf dem das Schloss Falkenhorst steht, beschlossen. So wollte man unter anderem die Ansiedlung eines Bordells oder einer Spielhalle direkt hinter der Lärmschutzwand auf dem Ex-Gelände der Saar-Tonindustrie an der B 51 verhindern. Letzte Woche hat der Gemeinderat in einer Sitzung mitten in der Sommerpause seine Entscheidung zumindest teilweise revidiert. Eine Spielhalle soll nicht möglich sein, ein Bordell aber doch. Die Entscheidung wurde gegen den Willen des Bürgermeisters getroffen. Die SPD stimmte geschlossen dafür, die CDU mehrheitlich dagegen. Weil die CDU nicht einheitlich abstimmte, gab es eine Mehrheit für die teilweise Aufhebung der Veränderungssperre. Nun muss die Untere Bauaufsicht des Regionalverbands zustimmen. Auf der Internet-Plattform Facebook formiert sich nun Widerstand von Bürgern gegen das Bordell.