| 17:00 Uhr

Protestmarsch von Deutschen und Franzosen
Gelbe-Westen-Demo in Kleinblittersdorf

Deutsche und Franzosen demonstrierten auf der Freundschaftsbrücke gemeinsam. Foto: Heiko Lehmann
Deutsche und Franzosen demonstrierten auf der Freundschaftsbrücke gemeinsam. Foto: Heiko Lehmann
Kleinblittersdorf. Die Gelbe-Westen-Bewegung hat jetzt auch Kleinblittersdorf erreicht. Rund 60 Menschen trafen sich dort am Sonntag zu einer Demonstration. Von Heiko Lehmann

Kleinblittersdorf/Großblittersdorf. Soziale Ungerechtigkeit, eine fragwürdige Politik und zuletzt auch noch steigende Benzinpreise – am Sonntag gingen die Menschen in vielen Städten und Kommunen in Deutschland nach dem Vorbild der Franzosen in gelben Westen auf die Straße und demonstrierten. „Die Menschen haben die Schnauze voll. Es gibt nirgends ein anderes Thema als die soziale Ungerechtigkeit und das Scheitern unserer Politik. Es muss was passieren“, sagte eine Frau heute auf der Freundschaftsbrücke zwischen Klein- und Großblittersdorf. Etwa 60 Deutsche und Franzosen hatten sich zusammengeschlossen und gemeinsam mit einem Marsch über die Brücke und durch Kleinblittersdorf demonstriert. In der vergangenen Woche waren die Deutschen in Großblittersdorf und halfen den Franzosen. „Mein Arbeitskollege hat mich gefragt, ob ich auch komme. Ich habe sofort zugesagt. Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren“, sagte ein Mann, der wegen der Demo aus Püttlingen kam. Mehr als eine Stunde zog der Tross, begleitet von der Polizei und teilweise bei strömendem Regen, durch Kleinblittersdorf. Die Menschen hielten Transparente hoch und bewegten sich gewaltfrei durch den Ort. Einen Vorfall gab es aber dennoch. Vor der Demo unterhielt sich die Organisatorin in der Nähe des Kleinblittersdorfer Bahnhofs mit der Polizei. Dabei wurde ihr ein nur wenige Meter entfernter Rucksack gestohlen. Darin enthalten waren ein Megafon, ein Geldbeutel und andere Wertgegenstände.