Feuerwehr kämpfte gegen Flammenmeer und Hochwasser

Feuerwehr kämpfte gegen Flammenmeer und Hochwasser

Das Floriansfest war am Wochenende Höhepunkt im Kalender des Löschbezirks (LB) Bliesransbach. Bürgermeister Stephan Strichertz fasste zusammen, was die Ehrenamtlichen in Bliesransbach und der Gesamtgemeinde leisten. Der LB stellt 36 der 195 Wehrleute und elf der 71 Jugendwehr-Mitglieder. Zur 55-köpfigen Alterswehr gehören acht Bliesransbacher.

Mit 167 Einsätzen und 2153 Einsatzstunden war 2016 ein ereignisreiches Jahr für die Wehrleute in der Gemeinde. Strichertz bedauerte, dass die Helfer in einem Drittel der Fälle ausrücken mussten wegen böswilliger Alarme oder fehlerhafter Brandmelder. Die sind nicht zu verwechseln mit Rauchmeldern in Wohnungen. Um die Zahl der Fehlalarme zu senken, will die Gemeinde mehr Geld verlangen, wenn ein fehlerhafter Brandmelder einen Einsatz auslöst. Großeinsätze verursachten 2016 der Brand einer Halle in Hanweiler und die Hochwasser in Sulzbach und Friedrichsthal. Beeindruckt hat Strichertz die Leistung der Wehrleute beim Umbau der Gerätehäuser Kleinblittersdorf und Rilchingen-Hanweiler sowie beim Bau des Gerätehauses für Sitterswald und Auersmacher.

Brandinspekteur Tony Bender würdigte die Zusammenarbeit mit den Franzosen in der Grenzgemeinde. Dass sie klappt, zeigte sich 2016 beim Brand einer Gewerbehalle in Hanweiler. Die Feuerwehr aus Saargemünd erschien von sich aus. Kommandant Patrick Denisan fragte Tony Bender nur: "Was braucht ihr?" Dann lief alles wie am Schnürchen - wie in der Nacht zum Montag beim Brand eines Palettenlagers in Großblittersdorf. All das klappt nur, weil Ehrenamtliche wie Dennis Boucher, Alexander Brach und Kevin Frenzle nachrücken. Die Anwärter gingen nicht den klassischen Weg durch die Jugendwehr. Da sie schon jenseits des gesetzlichen Mindestalters von 16 Jahren waren, traten sie direkt in die aktive Wehr ein. Dort haben sich Vorbilder über Jahrzehnte bewährt. Der Deutsche Feuerwehrverband verlieh Hauptlöschmeister Hans-Joachim Kany das Ehrenzeichen für 40 und dem Hauptfeuerwehrmann Gerhard Müller für 60 Jahre in der Feuerwehr. Wehrführer Peter Dausend hob außerdem die große Leistung von Lucas Schütz hervor. Es gab kaum einen Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr, bei dem er nicht für Rauchmelder warb.