Die Öl-Macher vom Hartungshof

Beim Biosphärenfest werden sich am übernächsten Sonntag Betriebe präsentieren, die Rohstoffe aus der Region veredeln. Die Bliesgau-Ölmühle, seit 2011 in Bliesransbach zuhause, gehört dazu.

Produkte aus der Region - frisch verarbeitet in der Region: Das ist eines der Prinzipien, die im Biosphären-Reservat Bliesgau ganz oben rangieren. Ein Unternehmen, das auf Regionales setzt, ist die Bliesgau-Ölmühle. "Im Prinzip habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich habe mich schon immer für Öle in allen Variationen interessiert", sagt Jörg Hector aus Bliesransbach , der mit Patric Bies seit 2011 die Bliesgau Ölmühle auf dem Hartungshof in Bliesransbach betreibt. Zwei Mitarbeiter komplettieren das Ölmühlen-Team. Die Produktpalette reicht von den Ölen über Essig bis zu saarländischem Senf . "Den Senf lassen wir mit Zutaten aus unserer Region in Luxemburg herstellen. Alles andere machen wir in Bliesransbach selbst", sagt Jörg Hector, der mit Wolfgang Kessler, Landwirt und Besitzer des Hartungshofes, zusammenarbeitet. Kessler baut Raps, Mariendisteln, Hanf, Sonnenblumen und Leindotter an. Hector verwandelt die Ernte in Öle. "Das Leindotter-Öl verkaufen wir deutschlandweit und auch nach Österreich, Belgien und Holland", sagt Jörg Hector. Er stellt pro Jahr 30 Tonnen Leindotter-Öl her. Restaurant-Besitzer im Saarland und der Pfalz kochen mit den Produkten des Hartungshofes.

Beim Biosphärenfest am Sonntag, 7. September, ist die Bliesgau-Ölmühle mit einem Stand im Park der Barmherzigen Brüder vertreten. "Wir werden auf dem Fest in einer großen Gulasch-Kanone Linsensuppe mit heimischen Zutaten kochen und den Besuchern anbieten", sagt der 49-Jährige. Seit zwei Jahren vermarktet die Bliesgau Ölmühle auch Linsen aus saarländischem Anbau.

Auf die Frage, wieviel Potenzial wohl noch in der Herstellung und Vermarktung von heimischen Produkten stecke, spricht der Unternehmer von besten Aussichten für diese bliesgautypische Geschäftsidee. "Ich denke, der Markt für heimische Produkte wird mehr und mehr wachsen. Die Menschen in unserer Region sind sehr interessiert an den Produkten aus der Region. Das wird immer deutlicher", sagt Jörg Hector. Dann widmet er sich wieder seinen Ölen und schüttet behutsam Sonnenblumenkerne ins Mahlwerk.